AsthmaButeyko-Atemtechnik hilfreich bei Asthma

Die Buteyko-Atemtechnik kann den Medikamentenbedarf reduzieren und die Selbstwirksamkeit bei Asthma stärken. Das zeigt eine prämierte Forschungsarbeit.

Grafik: links Brustatmung: Person, die durch den Mund atmet und in die Brust; rechts: Zwerchfellatmung: Person, die durch die Nase atmet und in den Bauch
D. Sonntag/Thieme
Die Buteyko-Methode zielt darauf ab, das Atemmuster zu normalisieren: durch bewussteres Verringern der latent übersteigerten Atmung, verbesserter Bauchatmung und Atmen über die Nase.

Eine randomisierte, kontrollierte Studie hat die Buteyko-Atemtechnik als ergänzende Behandlung bei Asthma bronchiale untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Patient*innen durch die Anwendung der Buteyko-Technik

  • eine bessere Atemregulation erzielen,
  • den Gebrauch von Medikamenten wie Steroiden und β-Mimetika reduzieren können.

Besonders hervorzuheben sei die eigenständige Anwendbarkeit der Methode, was das Selbstmanagement bei Asthma nachhaltig stärkt.

Buteyko-Atemtechnik bei Asthma

Die konventionelle Asthmatherapie basiert hauptsächlich auf pharmakologischen Maßnahmen wie der Anwendung inhalativer Kortikosteroide, β₂-Agonisten und Biologika. In der Forschung rücken zunehmend auch komplementäre Verfahren in den Fokus. Hier setzt die Untersuchung von Dr. Katrin Vagedes et al. an.

Die Buteyko-Methode zielt darauf ab, das Atemmuster zu normalisieren und eine potentielle Überatmung zu reduzieren. Durch bewussteres Verringern der latent übersteigerten Atmung, verbesserter Bauchatmung und Atmen über die Nase soll die Kohlendioxidabgabe reduziert, die Sauerstoffaufnahme verbessert und eine Erweiterung der Bronchien gefördert werden.

An der Studie nahmen 60 Patient*innen mit Asthma bronchiale teil. Sie wurden in 2 Gruppen eingeteilt: Die Hälfte der Teilnehmenden erhielt die übliche Standardtherapie. Die Interventionsgruppe erhielt zusätzlich zur üblichen Therapie eine Schulung zur Buteyko-Atemtechnik, an die sich eine 3-monatige Übungsphase zu Hause anschloss. Sie wurden angehalten, 2-mal täglich zu üben.

Im Ergebnis zeigte sich: Die Buteyko-Atemtechnik trägt signifikant zur Symptomreduktion bei. Zudem verringerte sich der Medikamentenkonsum.

Vielversprechender Ansatz für die Asthma-Therapie

Die Forschenden sehen in der Buteyko-Atemtechnik einen vielversprechenden ergänzenden Ansatz in der Asthmatherapie dar. Sie ermögliche Patient*innen eine aktive Rolle im Krankheitsmanagement und kann die konventionelle Behandlung sinnvoll unterstützen.

Weitere Studien mit größeren Teilnehmerzahlen und längeren Beobachtungszeiträumen sind wünschenswert, um die Ergebnisse zu bestätigen und die zugrunde liegenden physiologischen Mechanismen weiter zu erforschen.

Die Studie wurde mit dem Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Integrativen Medizin vergeben.

Quelle: Hufelandgesellschaft