AllergieKlimawandel bedingt fast ganzjährige Pollensaison

Die Pollensaison wird immer länger und immer häufiger werden Menschen mittleren Alters mit Heuschnupfen diagnostiziert. Mit folgenden Tipps können Sie Ihre Symptome lindern.

Baum verliert Pollen.
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Besonders Erwachsene mittleren Alters leiden immer mehr unter Heuschnupfen.

Durch den Klimawandel wird die Pollensaison immer länger. Bei vielen Betroffenen zeigen sich erste Allergiesymptome inzwischen bereits kurz nach dem Jahreswechsel und dauern bis in den Herbst hinein an, denn Pollen fliegen mittlerweile aufgrund der zunehmend milderen Temperaturen fast ganzjährig.

Warme und trockene Sommer führen zudem dazu, dass Bäume stark blühen und die Pollenbelastung entsprechend hoch ist. Bleibt dann der Regen aus, fliegen besonders viele Pollen durch die Luft. Hinzu kommt, dass durch Wind bereits zu Boden gefallene Pollen wieder aufgewirbelt werden.

Immer mehr Menschen von Heuschnupfen betroffen

Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, dass immer häufiger die Diagnose Heuschnupfen gestellt wird. Insgesamt stieg die Zahl der Pollenallergiker*innen von 2011 auf 2021 um 11,5 Prozent an. Frauen sind dabei öfter betroffen als Männer.

Vor allem bei Erwachsenen mittleren Alters wurde in den vergangenen 10 Jahren häufig Heuschnupfen diagnostiziert. So stieg beispielsweise in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen die Zahl der Betroffenen um etwa ein Drittel, bei den 70- bis 74-Jährigen verdoppelte sie sich sogar fast. Gerade für ältere Menschen sind Allergien eine zusätzliche Belastung für das Immunsystem.

So lindern Sie Husten, Juckreiz und Niesanfälle 

  • Vor einem Aufenthalt im Freien können Betroffene die Pollenflugvorhersage überprüfen und entsprechend berücksichtigen.
  • Wichtig ist, die Pollen möglichst aus der Wohnung und v.a. aus dem Schlafzimmer herauszuhalten, denn dort reizen sie nachts die Schleimhäute. Deshalb sollten Betroffene ihre Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen und vor dem Schlafengehen ihre Haare waschen.
  • Richtig Lüften: Auf dem Land ist die Belastung durch Pollen in der Regel morgens am größten, in der Stadt dagegen am Abend. Daher sollten Allergiker*innen auf dem Land in den Abendstunden lüften und in der Stadt am frühen Morgen. Nachts sollten die Fenster geschlossen bleiben.
  • Eine Nasendusche kann dabei helfen, die Pollen aus der Nase heraus zu spülen. Gegen juckende Augen helfen kalte Kompressen, etwa ein feuchter Waschlappen.

Quelle: KKH Kaufmännische Krankenkasse