PolyphenolePolyphenole gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Beeren, Nüsse, Vollkorn: Wer sich mit polyphenolreichen Lebensmitteln ernährt, hat offenbar ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

verschiedene frische Beeren in einem Topf auf grauem Leinentuch
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Beeren gehören zu den polyphenolreichen Lebensmitteln.
  • Wer mit der Nahrung reichlich Polyphenole aufnimmt, hat offenbar auf lange Sicht ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Bereits kleine Veränderungen können sich positiv auswirken – etwa regelmäßig Tee trinken und Beerenfrüchte, Nüsse sowie Vollkornprodukte in den Speiseplan einbauen.

Zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie unter Leitung des King´s College London.

Studie: Ernährung und Herz-Kreislauf-Risiko

Für die britische Studie werteten die Forschenden Daten von mehr als 3.100 Erwachsenen aus. Die Teilnehmenden wurden zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und über einen Zeitraum von durchschnittlich 11 Jahren begleitet.

Anhand von 20 polyphenolreichen Lebensmitteln – darunter Tee, Kaffee, Kakao, Vollkornprodukte, Beeren, Nüsse und Olivenöl – berechneten die Forschenden einen sogenannten Polyphenol-Ernährungsindex. Zusätzlich wurden bei einer Untergruppe von rund 200 Personen Urinproben analysiert, um Abbauprodukte von Polyphenolen als Biomarker zu erfassen. Diese Daten setzten die Wissenschaftler*innen in Bezug zu verschiedenen Parametern des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ergebnisse

  • Personen mit einer polyphenolreichen Ernährung hatten unter anderem günstigere Blutdruck- und Cholesterinwerte sowie ein insgesamt geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Diese Zusammenhänge ließen sich auch anhand der gemessenen Biomarker im Urin bestätigen.

Die Studienergebnisse lassen vermuten, dass eine ausgewogene polyphenolreiche Kost den altersbedingten Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlangsamen könnte.

Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen kann. Die Ergebnisse müssten noch in weiteren Interventionsstudien bestätigt werden, so die Autor*innen.

Polyphenole

Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in zahlreichen Lebensmitteln und Getränken vor. Es gibt Hinweise auf verschiedene gesundheitsfördernde Effekte wie eine positive Wirkung auf Cholesterinspiegel, Blutdruck und die Funktion der Blutgefäße.

Polyphenolreiche Lebensmittel sind u.a.:

  • Beeren, Obst, Gemüse (z.B. Äpfel, Rotkraut, Granatapfel, Zwiebeln, Zitrusfrüchte, dunkle Trauben)
  • Kaffee, Tee (u.a. grüner, schwarzer, weißer Tee)
  • Gewürze wie Zimt, Kurkuma, Rosmarin, Nelken
  • dunkle Schokolade

Heike Kreutz/www.bzfe.de