
Zu wenig Schlaf begünstigt Übergewicht. Das bestätigen mehrere Studien. Gründe hierfür sind Veränderungen im Energiestoffwechsel. Auch der Hormonspiegel wird beeinflusst. In der Summe führt das zu Heißhunger und Müdigkeit – und zu deutlich weniger Bewegung.
Weniger ist leider mehr
So hat eine Studie aus Spanien hat den Schlaf von über 1200 Heranwachsenden zwischen 12 und 16 Jahren erfasst. Ein zentrales Ergebnis: Betrug die Schlafdauer weniger als 7 Stunden, lag die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht höher als bei Gleichaltrigen mit optimaler Schlafdauer.
Die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht bei weniger als 7 Stunden Schlafdauer erhöhte sich
- bei den jüngsten Proband*innen um 21 Prozent,
- bei den 14-jährigen sogar um 72 Prozent.
Höherer BMI bei weniger als 7 Stunden Schlaf
"Wer regelmäßig weniger als 7 Stunden pro Nacht schläft, hat häufiger einen höheren Body Mass Index – verglichen mit Personen, die mehr schlafen", fasst Dr. Christoph-Gerard Stein, Arzt bei der AOK Hessen, die derzeitige Forschungslage zusammen.
Beispielsweise sinkt der Spiegel des Sättigungshormons Leptin bei zu wenig Schlaf. Das führt zu einem gesteigerten Appetit. Außerdem wird mehr Cortisol produziert, ein Stresshormon. Zudem sind die Blutzuckerwerte erhöht und Stoffwechsel-Enzyme aktiver. Sie sind am Aufbau von Fettreserven beteiligt.
Allerdings gibt es auch Hinweise darauf, dass zu viel Schlaf bei Erwachsenen die Wahrscheinlichkeit einer Demenz erhöhen kann. Die Kombination aus erhöhter Kalorienaufnahme und Bewegungsmangel trägt jedoch dazu bei, dass das Risiko für Übergewicht erhöht ist.
Quelle: AOK Hessen


