
Jedes Maß an körperlicher Aktivität in der Freizeit kann für die Schlaganfallprävention von Vorteil sein. Auch geringe körperliche Aktivität trägt dazu bei, das Schlaganfallrisiko zu senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine italienische Arbeitsgruppe in einer systematischen Metaanalyse.
Die Forschenden gingen der Frage nach, inwieweit Freizeitaktivitäten, die mit physischer Aktivität einhergehen, das Schlaganfallrisiko senken können. Dafür recherchierten sie in Forschungsdatenbanken nach relevanten Studien. Sie schlossen 15 prospektive Kohortenstudien in ihre Analyse ein. In den Studien war der Gesundheitszustand von rund 750.000 erwachsenen Teilnehmer:innen durchschnittlich 10,5 Jahre lang beobachtet worden.
Die Studienergebnisse zeigen, dass Menschen, deren körperliche Aktivität nicht den empfohlenen Richtlinien entspricht, die sich aber in ihrer Freizeit sportlich betätigen, dennoch ein geringeres Schlaganfallrisiko haben als Menschen ohne sportliche Aktivität.
Fünf Studien untersuchten 3 Niveaus körperlicher Aktivität in der Freizeit. Sie zeigen: Das höchste Aktivitätsniveau senkte im Vergleich zu keiner körperlichen Aktivität das Schlaganfallrisiko um 29 %.. Eine unter den Empfehlungen liegende Aktivität reduzierte das Risiko immer noch um 18 %.
Empfehlungen zur Schlaganfall-Prävention
- Blutdruckwerte im Normbereich
- regelmäßige körperliche Betätigung: 3-mal/Woche 1/2 Stunde; empfehlenswert sind: Wandern, Joggen, Schwimmen, Rad fahren
- Blutzucker und Cholesterinwerte im Normbereich
- Rauchverzicht und nur mäßiger Alkoholkonsum
- gesunde, ausgewogene Ernährung mit hohem Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren und Fisch sowie geringem Anteil an tierischen Fetten wie Wurst, Fleisch, Käse
Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz
CT/Ni

