SchlafstörungenWelche Sportart unterstützt den Schlaf?

Yoga, Tai Chi, Gehen und Joggen erwiesen sich in einer Meta-Analyse als hilfreiche Bewegungsformen bei der Behandlung von Schlafstörungen.

Bett mit kariertem Bettzeug, Nackenkissen und Kissen in Wolkenform
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Sport und Bewegung sollten möglicherweise höher priorisiert werden bei der Therapie von Schlafstörungen.

Ist Sport effektiv, um den Schlaf zu verbessern? Und wenn ja, welcher? Diesen Fragen sind Wissenschaftler*innen in einer Metaanalyse nachgegangen.

Metaanalyse: 7 Sportarten im Vergleich

Die Forschenden evaluierten für die Beantwortung dieser Fragen 1324 Probanden aus 22 randomisierten kontrollierten Studien. Darin wurden 13 verschiedene Methoden bei Schlafstörungen untersucht, darunter 7 Sportarten:

  • Yoga
  • Tai Chi
  • Gehen oder Joggen
  • Aerobic- und Krafttraining
  • Krafttraining allein
  • Aerobic-Übungen plus Therapie
  • unterschiedliche Aerobic-Übungen

Der mögliche Einfluss auf die Schlafqualität wurde anhand von etablierten Tools erfasst. Dazu gehörten der Pittsburgh Sleep Quality Index, Insomnia Severity Index, Schlaf-Tagebücher sowie kombinierte Schlafmessungen wie Polysomnographie oder Aktigraphie.

Ergebnisse: Diese Sportarten verbessern den Schlaf

Yoga verbessert (auf Basis von Schlaftagebüchern) demnach sehr wahrscheinlich die Schlafdauer insgesamt. Zudem kann Yoga die Schlaftiefe fördern sowie das Aufwachen nach dem Einschlafen reduzieren.

Für Gehen und Joggen liegen ebenso positive Effekte auf Schlafstörungen vor, basierend auf dem Insomnia Severity Index.

Tai Chi kann die Schlafdauer erhöhen, nächtliches Aufwachen reduzieren und die Einschlafdauer verkürzen (nach Schlaftagebuch und der Messung von Schlafparametern).

Fazit

Die Forschenden schlussfolgern: Bewegung ist effektiv zur Verbesserung des Schlafs bei Menschen mit Schlafstörungen. Yoga, Tai Chi, Gehen und Joggen sind nach den Ergebnissen der Meta-Analyse die aussichtsreichen Kandidaten unter den untersuchten Bewegungsformen.

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