
Stand Januar 2025 befinden sich in Deutschland 183 Kreise, die als Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ausgewiesen werden. Darunter sind 3 Kreise, die 2025 neu hinzu gekommen sind:
- in Bayern der Stadtkreis Augsburg
- in Brandeburg der Landkreis Elbe-Elster
- in Niedersachsen der Landkreis Celle
686 FSME-Erkrankungen im Jahr 2024
Im vergangenen Jahr wurden 686 FSME-Erkrankungsfälle gemeldet. Das sei die zweithöchste Zahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001, so das Robert Koch Institut (RKI).
Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, dem südöstlichen Thüringen, Sachsen und südöstlichen Brandenburg bestehe demnach ein Risiko für FSME-Infektionen. Einzelne Risikogebiete befinden sich in Mittelhessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Hier geht's zur Detailkarte der FSME-Risikogebiete auf der Homepage des Robert Koch Instituts.
Auch in Bundesländern, in denen keine FSME-Risikogebiete ausgewiesen sind, wurden vereinzelt FSME-Erkrankungen beobachtet, so das RKI. Das bedeute, besonders während der Zeckensaison sollte bei entsprechenden Symptomen überall in Deutschland an FSME gedacht werden.
Impfung schützt
Die STIKO spricht eine FSME-Impfempfehlung insbesondere für Personen die in FSME-Risikogebieten zeckenexponiert sind aus. Das RKI berichtet in seinem Epidemiologischen Bulletin, dass rund 98 % der FSME-Erkrankten nicht oder unzureichend geimpft war.
Expert*innen rechnen auch für 2025 mit einem zeckenreichen Jahr und damit einem Anstieg der FSME-Fälle. Auch sie empfehlen die Impfung als einzige wirksame Schutzmaßnahme. Besonders wichtig ist diese für Menschen aus Risikogebieten oder Reisende in FSME-Gebiete. Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfdosen. Eine Auffrischung ist dann alle 3-5 Jahre notwendig.
Quelle: Robert Koch Institut/Epidemiologisches Bulletin 9/2025


