PräventionIntermittierendes Fasten reduziert Gewicht und kardiometabolisches Risiko

Intermittierendes Fasten reduziert Körpergewicht, BMI und Taillenumfang. Ebenso werden Blutzucker und Triglyceride signifikant gesenkt, zeigt eine chinesische Studie.

Apfel geteilt in 16 und 8 Stunden analog zum Intervallfasten
K. Oborny/Thieme

Intermittierendes Fasten kann zum Beispiel als 16:8-Methode praktiziert werden, d.h. 8 Stunden Essen - 16 Stunden fasten.

In China leben laut einer Studie weltweit die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes - knapp 130 Millionen. Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen das Risiko für Diabetes Typ 2 und kardiovaskuläre Erkrankungen. Die Behandlung eines Prädiabetes kann eine Diabetes-Erkrankung vermeiden und das Herz-Kreislauf-Risiko senken. Wie und ob intermittierendes Fasten bei der Gewichtsregulation und Risikoreduktion beitragen kann, hat eine chinesische Studie untersucht.

Die Forscher*innen verglichen in der randomisierten kontrollierten Studie die Wirkung des Alternate-Day-Fastings und des Time-restricted-Fastings mit einer Kontrollgruppe. Dafür rekrutierten Sie 101 übergewichtige oder fettleibige erwachsene Teilnehmer*innen im Alter von 18-65 Jahren in einer Klinik für Gewichtsmanagement. Teilnahmebedingungen waren ein Prädiabetes sowie Übergewicht oder Fettleibigkeit.

In einer 3-wöchigen Intervention erhielten die Teilnehmer*innen der Interventionsgruppen eine Schulung zu gesunder Ernährung.

  • Eine Ernährungsberater*in hielt die Alternate-Day-Fastengruppe an, an den Fastentagen lediglich 600 kcal und an normalen Tagen die übliche Kost zu sich zu nehmen. Während des gesamten Zeitraums wechselten sich Essens- und Fastentage in dieser Gruppe ab.
  • Die Time-restricted-Fastengruppe fastete im 16:8-Rhythmus, d.h. 8 Stunden Essen, 16 Stunden fasten. Sie konnten die 8 Stunden, während denen das Essen erlaubt war, nach ihren Vorlieben gestalten. Der tägliche Kalorienbedarf wurde nach den Empfehlungen der Chinesischen Gesellschaft für Ernährung bestimmt.
  • Die Teilnehmer*innen der Kontrollgruppe erhielten ebenso wie die Fastengruppen eine Schulung zu gesunder Ernährung.

Primärer Endpunkt war die Gewichtsveränderung. Sekundäre Endpunkte waren Blutzucker, BMI, Taillenumfang, Cholesterinwerte und Triglyceride.

Ergebnisse

Beide Fastengruppen zeigten eine signifikantere Gewichtsabnahme sowie Reduktion des BMI und Taillenumfangs im Vergleich zur Kontrollgruppe.  Zudem konnte in beiden Interventionsgruppen eine signifikante Senkung von Blutzucker und Triglyceriden beobachtet werden.

Innerhalb der beiden Interventionsgruppen schnitt die Alternate-Day-Fastengruppe bei der Gewichtsreduktion und des BMI besser ab als die 16:8-Gruppe.

In der 16:8-Fastengruppe wurden in der Studie 3 Fälle von leichtem Schwindel berichtet.

Fazit

Die Forscher*innen schlussfolgern, dass die beiden intermittierenden Fasteninterventionen ein Instrument sein können, Körpergewicht, BMI und Taillenumfang bei Menschen mit Prädiabetes zu reduzieren. Ebenso um Blutzucker, Triglyceridspiegel und HDL-Cholesterin zu senken und damit Einfluss auf kardiovaskuläre Risikofaktoren zu nehmen.

Einschränkend konstatieren die Autor*innen, dass die tatsächliche Kalorienzufuhr und das Bewegungsverhalten der Teilnehmer*innen nicht abgefragt wurden, die kurze Nachbeobachtungszeit sowie die geringe Stichprobengröße. Weitere Untersuchungen mit mehr Teilnehmer*innen seien notwendig.

Trotzdem könne das intermittierende Fasten für übergewichtige und adipöse Erwachsene mit Prädiabetes empfohlen werden, um das kardiovaskuläre Risiko zu reduzieren.

Ni