ExtremtemperaturenHitze: Warum Tropennächte Schlafräuber sind und was helfen kann

Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle für den Schlaf. Tipps für Tropennächte von Schlafmediziner Dr. Michael Sommerauer.

Illustration: Schäfchen vor Mond am Nachthimmel
Rawpixel.com/stock.adobe.com
Bei Temperaturen ab 25 Grad im Schlafzimmer leidet die Schlafqualität.

Warum Tropennächte uns den Schlaf rauben

Schlafmediziner Dr. med. Michael Sommerauer erklärt: Schlafexperten nennen keinen festen Grenzwert für eine geeignete Temperatur. Als Faustregel gilt jedoch: Bleibt das Schlafzimmer dauerhaft über 25 Grad warm, leidet die Schlafqualität messbar. Ideal wären Temperaturen um 18 Grad.

Neben der Temperatur spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Denn nur wenn Schweiß verdunsten kann, funktioniert die natürliche Kühlung des Körpers.

Was Hitze mit unserem Schlaf macht

Wenn der Körper nachts nicht ausreichend Wärme abgeben kann:

  • dauert das Einschlafen länger
  • wir wachen häufiger auf
  • der Schlaf wird oberflächlicher
  • Tiefschlaf- und REM-Phasen leiden besonders

Studien zeigen, dass in sehr warmen Nächten durchschnittlich 10 bis 15 Minuten Schlaf verloren gehen können – oft genau in den erholsamsten Schlafphasen.

Tipps für heiße Nächte

  • Tagsüber Fenster geschlossen halten und Räume verschatten
  • Früh morgens oder spät abends querlüften
  • Leichte Bettwäsche verwenden
  • Lauwarm statt eiskalt duschen
  • Nach dem Duschen an der Luft trocknen lassen
  • Ventilatoren für Luftbewegung nutzen
  • Abends auf Alkohol verzichten
  • Auf Naturfasern und atmungsaktive Materialien setzen
  • Schlafanzug oder Kirschkernkissen vor dem Schlafengehen kurz kühlen

Quelle: Universitätsklinikum Bonn

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