
Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn frisches Gemüse rar ist, liefern Sprossen, Keimlinge und Microgreens eine willkommene Portion Frische und wertvolle Vitamine beim Basenfasten. Doch was sind die Unterschiede zwischen diesen drei Varianten?
Keimlinge – kleine Samen mit großem Potenzial
Keimlinge sind die erste Phase des Lebens eines Samens. Sobald der Keimungsprozess beginnt und sich die ersten Veränderungen zeigen, entsteht ein Keimling. Es werden der Samen und sein zarter Austrieb verwendet. Ob Getreide, Hülsenfrüchte oder Saaten wie Sonnenblumenkerne – Keimlinge sind vielseitig und ein Nährstoff-Highlight. Sie lassen sich sowohl frisch als auch getrocknet genießen.
Sprossen – die jungen Alleskönner
Wenn der Samen keimt und noch keine grünen Blatter erschienen sind, spricht man von einer Sprosse. Diese jungen Austriebe sind zart, aromatisch und äußerst vielseitig. Von Alfalfasprossen über Erbsensprossen bis hin zu Bambussprossen gibt es unzählige Variationen. Auch hier wird der Samen zusammen mit dem Keim verwendet. Die Übergänge zwischen Keimlingen und Sprossen sind fließend, aber beide liefern ein beeindruckendes Spektrum an Vitaminen und Mineralstoffen.
Microgreens – zarte Blättchen mit intensivem Geschmack
Microgreens entstehen aus Keimlingen, wenn sich die ersten kleinen Blätter bilden. Diese winzigen Pflänzchen punkten mit einem intensiven Aroma und sind reich an Nährstoffen. Es werden nur die Blätter und der gekeimte Teil genutzt, Samen und Wurzeln bleiben unberührt. Klassiker wie Kresse, Brokkoli, Rucola oder Radieschen bringen nicht nur Farbe, sondern auch einen besonderen Geschmack auf den Teller.
Welche Samen eignen sich zum Keimen?
Fast alle essbaren Samen und Getreidearten mit unbeschädigter Schale können gekeimt werden. Wichtig ist die Qualität des Saatguts.
Für Anfänger geeignet:
• Alfalfa (Sprossen): 5 Stunden Einweichzeit, 5 Tage Keimzeit
• Kichererbsen (Keimlinge): 12 Stunden Einweichzeit, 3 Tage Keimzeit
• Linsen (ungeschält, Keimlinge): 12 Stunden Einweichzeit, 3 Tage Keimzeit
• Brokkoli (Sprossen): 10 Stunden Einweichzeit, 4 Tage Keimzeit
• Amaranth (Microgreens): 8 Stunden Einweichzeit, 6 Tage Keimzeit
• Buchweizen (Keimlinge): 2 Stunden Einweichzeit, 3 Tage Keimzeit
• Kürbiskerne (Keimlinge): 12 Stunden Einweichzeit, 3 Tage Keimzeit
• Radieschen (Microgreens): 4 Stunden Einweichzeit, 4 Tage Keimzeit
• Rucola (Microgreens): 7 Stunden Einweichzeit, 2 Tage Keimzeit
• Soja (Sprossen): 16 Stunden Einweichzeit, 10–20 Tage Keimzeit
Auf der Fensterbank keimen
Ganzjährig verfügbar, gedeihen Sprossen, Keimlinge und Microgreens überall – ob auf der warmen Fensterbank oder im praktischen Keimapparat. Es ist ganz einfach, sie selbst zu ziehen. Das einfachste System ist das Keimen in einem Keimglas. Das Glas sollte mit einem Edelstahldeckel verschlossen werden. Bei Keimgläsern aus Kunststoff machen sich schnell Bakterien, Viren und Schimmelpilze breit. Dann benötigen Sie nur noch die gewünschten Samen und Wasser. Und schon kann es losgehen. Der Keimvorgang besteht aus der Einweichphase, etwa 3 Spül- und Abtropftage und der Lagerphase.
Keimen – Schritt für Schritt







Die fertigen Keimlinge am besten zeitnah verzehren. Wenn das Wasser im Glas komplett abgetropft ist, sind die Keimlinge noch ca. 3–4 Tage im Kühlschrank haltbar. Bitte nur essen, solange sie frisch aussehen und riechen!
Tipp für gekaufte Keimlinge
Gekaufte, frische Sprossen, Keimlinge und Microgreens im Kühlschrank lagern und auf das Haltbarkeitsdatum achten. Produkte, die nicht mehr frisch aussehen oder muffig bzw. schimmelig riechen, sollten nicht mehr verzehrt werden.
Quelle: Medical Cooking: Basenfasten
kcl




