RosaceaRosacea – Ernährung für gesunde Haut

Wie findest du heraus, welche Ernährung für deinen individuellen Stoffwechsel am besten geeignet ist? Man benötigt die Nahrungsmittel, die gut zum persönlichen Stoffwechsel passen!

MQ-Illustrations - stock.adobe.com
Rosacea-Betroffenen wird empfohlen ein Ernährungstagebuch zu führen.

Was auf deinem Teller landet, bestimmt maßgeblich den Zustand deiner Haut. Deine Zellen benötigen spezifische Nährstoffe, um optimal zu funktionieren – deshalb lohnt es sich, einen genaueren Blick auf deine Nahrungsmittelauswahl zu werfen. Für die meisten Rosacea-Betroffenen hat es sich als besonders hilfreich erwiesen, auf folgende Lebensmittel oder -bestandteile ein Augenmerk zu richten.

NATÜRLICHE VOLLWERTKOST 
Setze auf unverarbeitete, frische Lebensmittel mit hohem Antioxidantien-Gehalt, die deinen Zellen hochwertige Nährstoffe liefern.

SYNBIOTISCHE LEBENSMITTEL 
Um das Gleichgewicht deines Darmmikrobioms zu unterstützen, kann es hilfreich sein, deine Ernährung mit synbiotischen (prä- und probiotischen) Lebensmitteln zu bereichern. Diese können dazu beitragen, eine gesunde Darmflora zu fördern, wobei die Verträglichkeit der jeweiligen Lebensmittel von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Eine angepasste Ernährung sollte immer auf den individuellen Bedürfnissen und Reaktionen basieren.

AUSREICHEND FLÜSSIGKEIT 
Stilles, mineralstoffarmes Wasser (mit einem niedrigen Gehalt an Mineralien wie Natrium, Calcium oder Magnesium) ist der ideale Begleiter, um Stoffwechselprozesse und Entgiftung zu fördern und die Hautbarriere zu stärken. Ein hoher Konsum von Fruchtsäften, Energy- oder Light-Getränken kann Entzündungen fördern, davon ist daher abzuraten.

GLUTEN
Bei manchen Menschen, insbesondere solchen mit Zöliakie oder Glutensensitivität, kann Gluten die Freisetzung von Zonulin im Darm anregen – einem Protein, das die Darmbarriere vorübergehend durchlässiger machen kann. Eine erhöhte Darmdurchlässigkeit könnte bei betroffenen Personen zu einem sogenannten Leaky Gut beitragen, was möglicherweise systemische Entzündungsreaktionen begünstigen kann. Bei chronischen Entzündungsprozessen reagiert die Leber oft mit einer verstärkten Eisenbindung (als Teil der Akute-Phase-Reaktion), was in einigen Fällen zu einem funktionellen Eisenmangel in anderen Körpergeweben führen kann. Dies könnte Auswirkungen auf die Mitochondrien (die »Kraftwerke« unserer Zellen, die für die Energieproduktion zuständig sind) und damit auf den allgemeinen Stoffwechsel haben. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Reaktionskette hauptsächlich bei Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit eine Rolle spielt und die individuelle Reaktion auf Gluten sehr unterschiedlich sein kann.

VOLLKORN
Obwohl Vollkornprodukte in Ernährungsempfehlungen oft positiv hervorgehoben werden, enthalten sie in ihren Samenschutzhüllen neben wertvollen Ballaststoffen auch bioaktive Substanzen wie Lektine, Phytinsäure, Tannine und Enzyminhibitoren. Diese können bei manchen Menschen, besonders solchen mit sensibler Verdauung, die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. Ballaststoffe, die für eine gesunde Verdauung wichtig sind, lassen sich alternativ auch aus Pseudogetreide wie Quinoa oder Buchweizen sowie aus verschiedenen Gemüsesorten beziehen. Diese Alternativen werden von Personen mit empfindlicher Haut oder Verdauungsbeschwerden eventuell besser vertragen. Die optimale Zusammensetzung der Ernährung ist jedoch sehr individuell und kann je nach persönlicher Verträglichkeit variieren. 

NACHTSCHATTENGEWÄCHSE 
In Tomaten, Kartoffeln und Auberginen steckt Solanin – ein pflanzlicher Abwehrstoff, der bei manchen Menschen Entzündungen fördern kann. Interessanterweise zeigen Beobachtungen Zusammenhänge mit der Blutgruppenzugehörigkeit: Menschen mit Blutgruppe 0 und AB vertragen oft Tomaten besser, während Auberginen mit Blutgruppe B harmonieren und Paprika für die Gruppen 0, A und B verträglicher sein kann. Falls du nicht verzichten möchtest, sind geschälte und schonend gedämpfte Varianten die bessere Wahl.

WURZELGEMÜSE 
Pastinaken, Süßkartoffeln, Topinambur, Kürbis und Möhren bieten eine ausgezeichnete, hautfreundliche Grundlage für deine Mahlzeiten. 

MILCHPRODUKTE
Verdauungsprobleme durch Milchprodukte können verschiedene Ursachen haben: Laktoseintoleranz entsteht, wenn das Enzym Laktase fehlt, um den Zucker in der Milch zu verdauen. Probleme mit Kasein, dem Milchprotein, können entweder durch eine Allergie oder eine Unverträglichkeit verursacht werden, was zu Verdauungsbeschwerden führen kann.

ZUCKER 
Übermäßiger Zuckerkonsum belastet deinen Stoffwechsel und kann Entzündungsreaktionen verstärken. 

Mein Tipp ist, die Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel zu dokumentieren: Führe ein Ernährungstagebuch, in dem du systematisch festhältst, wie deine Haut auf verschiedene Lebensmittel reagiert – so erkennst du deine individuellen Trigger und Verträglichkeiten. 

Quelle: Rosacea 

kcl