HeilpflanzenporträtDrosera rotundifolia (L.), der Rundblättrige Sonnentau

Der Rundblättrige Sonnentau, Drosera rotundifolia L., ist in Moorlandschaften verbreitet und wird zur Therapie von Atemwegserkrankungen eingesetzt.

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Sonnentau im Moosbett mit Insektenbeute.
Sebastian Günther
Abb. 1 Sonnentau im Moosbett mit Insektenbeute.

Bereits im 18. Jahrhundert würdigte der englische Botaniker und Naturphilosoph Erasmus Darwin den Sonnentau in seinem Gedicht The Botanic Garden poetisch als die „Königin des Sumpfes“. Als Spezialist für extreme Umweltbedingungen ist Sonnentau ein Symbol für die Einzigartigkeit der Moorlandschaften. Diese geheimnisvollen Ökosysteme, die Schauplatz zahlreicher Mythen und Legenden sind, bieten der Pflanze den idealen Lebensraum und leisten gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Auf einen Blick

Der Rundblättrige Sonnentau, Drosera rotundifolia L., ist eine in den Moorlandschaften der nördlichen Hemisphäre verbreitete Pflanze, die sich durch ihre Fähigkeit, Nährstoffe aus Insekten zu gewinnen, an nährstoffarme Lebensräume angepasst hat. Historisch und ethnopharmazeutisch wurde sie vielseitig genutzt, vor allem zur Behandlung von Lungenerkrankungen. Noch heute wird die Pflanze aufgrund ihrer spasmolytischen und entzündungshemmenden Flavonoide sowie der antibakteriellen Naphthochinone zur Therapie von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Angesichts der begrenzten Anzahl an Humanstudien und weiteren interessanten therapeutischen Wirkungen sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich, um das volle therapeutische Potenzial der Pflanze auszuschöpfen. Zudem kann der nachhaltige Anbau auf wiedervernässten Moorgebieten sowohl ökologisch als auch ökonomisch wertvoll sein.

Verbreitung und Botanik

Der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia L.), ein Mitglied der Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae), ist vor allem auf der Nordhalbkugel, von Europa über Asien bis Nordamerika, verbreitet. Die bis zu 20 cm große und weniger als ein Gramm schwere Pflanze bevorzugt saure, nährstoffarme Torfböden, wie sie in Hochmooren zu finden sind ([Abb. 1]). An den 1–7 cm langen Blattstielen befinden sich die arttypischen Fangblätter, die meist rundlich und häufig breiter als lang sind, mit einem Durchmesser von 0,5–1,8 cm. Ihre Oberfläche ist mit zahlreichen Tentakeln besetzt, deren Spitzen ein klebriges Sekret absondern, das dem Fang und dem Verdau von Insekten dient. Auf diese Weise erschließt sich die Pflanze eine zusätzliche Quelle essenzieller Nährstoffe wie Stickstoff, was ihr das Überleben in nährstoffarmen Lebensräumen ermöglicht.

Ein weiteres markantes Merkmal vom Rundblättrigen Sonnentau ist sein Blütenstand. Die Pflanze bildet einen bis zu 30 cm hohen, einseitigen Wickel mit bis zu 25 kleinen, etwa 1 cm großen, weißen Blüten, die an kurzen Blütenstielen sitzen ([Abb. 2]). Zunächst bleiben die Blüten geschlossen und öffnen sich später, meist morgens, für einen kurzen Zeitraum. Die Blütezeit liegt im Mittsommer, zwischen Juni und August. In höher gelegenen Regionen kann die Blütezeit jedoch bereits im Mai beginnen oder sich bis in den Oktober erstrecken. Nach der Blüte bildet der Rundblättrige Sonnentau Samenkapseln, die innerhalb von 5–7 Wochen reifen und durch verschiedene Mechanismen, wie durch den Wind (Anemochorie), durch Tiere (Zoochorie) oder durch das Wasser (Hydrochorie) verbreitet werden. Zudem ist der Rundblättrige Sonnentau ein ausgesprochener Licht- und Frostkeimer. Das bedeutet, dass die Samen erst nach einer Kälteperiode beginnen zu keimen [1].

Namensursprung

Der Name „Sonnentau“ leitet sich von dem glänzenden, tropfenartigen Sekret ab, das von den Drüsenhaaren der Blätter abgesondert wird. Diese Tropfen schimmern im Sonnenlicht wie Tautropfen, wodurch die Pflanze ihren Namen erhielt. Der wissenschaftliche Gattungsname Drosera stammt aus dem Griechischen „drósos“, was „Tau“ bedeutet. Der Zusatz rotundifolia setzt sich aus dem lateinischen „rotundus“ für „rund“ und „folia“ für „Blätter“ zusammen und weist damit auf die runde Form der Fangblätter hin. Somit beschreibt Drosera rotundifolia die auffälligen, tauähnlichen Tropfen auf den Blättern als auch deren charakteristische runde Gestalt.

Historie und Ethnopharmazie

Bereits im Mittelalter wurde der Rundblättrige Sonnentau aufgrund seiner krampflösenden und hustenstillenden Eigenschaften als Heilpflanze verwendet. Die ersten schriftlichen Erwähnungen des Rundblättrigen Sonnentaus gehen auf das Jahr 1568 in England zurück. Dort wurde ein Saft aus den Wurzeln des Sonnentaus zur Behandlung von Warzen, Hühneraugen und Sommersprossen verwendet. Zudem wurde ein mit Wein und Gewürzen hergestelltes Destillat, bekannt als Rosa Solis, zur Therapie von Asthma und Bronchitis eingesetzt [2]. Der englische Botaniker John Gerard beschrieb in seinem Werk „The herball, or, Generall historie of plantes“ aus dem Jahr 1597 Sonnentau als ein seltenes und einzigartiges Heilmittel für alle, die an Lungenschwindsucht leiden [3] [4].

Weltweit waren auch indigenen Völkern Sonnentauarten bekannt. In Indonesien beispielsweise glaubte das Volk der Toraja, dass Ameisen, die einer einheimischen Drosera-Art zum Opfer fielen, die Seelen verstorbener Vorfahren beherbergten [4] [5]. Ein weiteres Beispiel ist das Volk der Kwakiutl in British Columbia, Nordamerika: Sie setzten Sonnentau als dermatologisches Heilmittel und in Liebesritualen ein [4] [6].

Auch heute besteht weiterhin großes Interesse an der Moorpflanze. Aktuelle Forschungen konzentrieren sich nicht nur auf die in Arzneibüchern dokumentierten traditionellen entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften, sondern auch auf die Erschließung weiterer Indikationsgebiete [7] [8]. Dies bietet Potenzial für die Entwicklung innovativer therapeutischer Ansätze, z. B. im Bereich Biofilmhemmung von multiresistenten Erregern oder der Wundheilung.

Phytochemie

Der Rundblättrige Sonnentau enthält eine Vielzahl bioaktiver Substanzen, die zur medizinischen Wirkung beitragen. Zu den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen zählen Naphthochinone, Flavonoide und Derivate der Ellagsäure. Wichtige Vertreter der Naphthochinone sind v. a. Plumbagin und 7-Methyljuglon. Die beiden 1,4-Naphthochinone unterscheiden sich lediglich in der Position einer Methylgruppe: Bei Plumbagin befindet sie sich an der zweiten, bei 7-Methyljuglon hingegen an der siebten Position ([Abb. 3]). Zusätzlich sind Flavonoide wie 2″-O-Galloylhyperosid, Quercetin, Myricetin, Hyperosid, Isoquercitrin und Ellagsäurederivate wie Gallussäure und Ellagsäure enthalten. Die Konzentration dieser Wirkstoffe variiert innerhalb der verschiedenen Sonnentau-Arten erheblich. Europäische Arten, wie der Rundblättrige Sonnentau, enthalten deutlich größere Mengen an Flavonoiden als außereuropäische Arten, wie Drosera madagascariensis, die im tropischen Afrika und Madagaskar beheimatet ist [9]. Diese Unterschiede müssen bei der pharmazeutischen Verwendung berücksichtigt werden.

Pharmakologische Untersuchungen

In der Vergangenheit wurden insbesondere den Naphthochinonen, darunter insbesondere Plumbagin und 7-Methyljuglon, eine maßgebliche Rolle in der Wirksamkeit zugeschrieben. Jüngere Studien zeigten jedoch, dass v. a. die Flavonoide für die spasmolytische und entzündungshemmende Wirkung verantwortlich sind [9] [10] [11], während Naphthochinone aufgrund ihrer antibakteriellen Eigenschaften zur Wirkung beitragen [12]. Ebenso kann die in Sonnentau enthaltene Ellagsäure aufgrund ihrer entzündungshemmenden, neuroprotektiven und hepatoprotektiven Eigenschaften Einfluss auf die Wirksamkeit der Pflanze haben [13].

In-vitro-, Ex-vivo-Tests

In einer Studie wurden die Effekte von Extrakten des Rundblättrigen Sonnentaus sowie dessen aktiven Verbindungen auf die Atemwege untersucht. Dafür wurden Luftröhrengewebeproben von Mäusen analysiert. Die Ergebnisse zeigten spasmolytische Eigenschaften der Extrakte, wobei insbesondere die Flavonoide Quercetin, 2''-O-Galloylhyperosid und Hyperosid hervorgehoben wurden [10]. Zusätzlich führte der Extrakt zu einer Erhöhung der Ziliarfrequenz [10]. Dies ist besonders bei Atemwegserkrankungen wichtig, bei denen vermehrt Schleim produziert wird, wie z. B. bei einer Bronchitis. Eine erhöhte Ziliarfrequenz beschleunigt den Transport des Schleims, wodurch Krankheitserreger, Partikel und überschüssiger Schleim schneller abgehustet werden können.

In einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass Sonnentauextrakte die menschliche neutrophile Elastase hemmen, ein Enzym, das in Entzündungsprozessen eine Rolle spielt. Dabei wurde festgestellt, dass die niedrigen Konzentrationen von Naphthochinonen in den Extrakten nicht für diese Wirkung verantwortlich sind, da reines Naphthochinon im Test keine Aktivität zeigte [14]. Stattdessen wurden die Flavonoide Quercetin, Hyperosid und Isoquercitrin, die in den Extrakten in höheren Konzentrationen vorhanden waren, als aktive Bestandteile identifiziert [14]. Zusätzlich wurde die spasmolytische Wirkung auf das Darmgewebe von Meerschweinchen untersucht. Die Extrakte führten zu einer Reduktion der Kontraktionen, was auf eine spasmolytische Wirkung hinweist [14].

Zudem zeigte eine Untersuchung von bronchialen Epithelzellen, dass es unter der Behandlung mit Drosera rotundifolia zu einer Verbesserung von Reparaturprozessen und Entgiftungsmechanismen in den Zellen kam [15].

Die Ergebnisse bestätigen, dass der Rundblättrige Sonnentau in der traditionellen Anwendung bei Atemwegserkrankungen von Nutzen sein kann, da die Pflanze sowohl den Schleimtransport fördert als auch entzündungshemmende und regenerierende Effekte auf die Atemwegsschleimhaut hat.

Humanstudien

Humane In-vivo-Studien zur Wirkung des Rundblättrigen Sonnentaus existieren nicht, aber eine verwandte Spezies der Gattung Drosera wurde in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie untersucht. Dabei ging es um die Sicherheit und Wirksamkeit einer pflanzlichen Formulierung, die neben Bryonia alba, Carapichea ipecacuanha auch Drosera peltata enthält und zur Behandlung von COPD-Patienten eingesetzt wird. 105 Probanden im Alter von 35–85 Jahren, die mindestens 20 Jahre regelmäßig geraucht hatten und schlecht auf die Behandlung mit Salbutamol ansprachen, wurden untersucht. Die Wirkung wurde anhand von Lungenfunktionstests, Blutgasanalysen und klinischen Symptomen bewertet. Ziel war es, sowohl eine Verbesserung der Lungenkapazität als auch eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers zu erreichen. Das pflanzliche Präparat zeigte im Vergleich zu Placebo und einer Kombination aus Salbutamol, Theophyllin und Bromhexin eine gleichwertige oder sogar bessere Wirkung als die aktuelle Behandlung mit der Arzneimittelkombination [16].

Monografien der ESCOP oder des HMPC existieren bisher nicht, jedoch eine ältere (1984) der Kommission E mit den Anwendungsgebieten Krampf- und Reizhusten.

Toxizität

Flavonoide zählen zu den am weitest verbreiteten pflanzlichen Inhaltsstoffen und kommen in einer Vielzahl von pflanzlichen Produkten vor. In den Mengen, die typischerweise in Lebensmitteln enthalten sind, gelten Flavonoide als unbedenklich. Probleme können jedoch auftreten, wenn größere Mengen, wie sie beispielsweise in Phytopharmaka oder Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind, konsumiert werden. In solchen Fällen kann es zu Nebenwirkungen kommen, insbesondere bei empfindlichen Personen. Bei bestimmten Risikogruppen, wie älteren Menschen, kann eine hohe Aufnahme von Flavonoiden das Risiko eines leichten Eisenmangels erhöhen, da Flavonoide in der Lage sind, Nicht-Häm-Eisen zu binden [17] [18].

Im Gegensatz zu Flavonoiden wurden für Naphthochinone ein deutliches zytotoxisches [19] und genotoxisches Potenzial [20] dokumentiert. Diese Effekte werden v. a. mit ihrer Fähigkeit zur Bildung reaktiver Sauerstoffspezies in Verbindung gebracht. In In-vitro-Tests, in denen Zellen aufgrund unzureichender antioxidativer Abwehrmechanismen anfällig für oxidative DNA-Schäden sind, wurde ein genotoxischer Effekt nachgewiesen. In lebenden Organismen blieb dieser Effekt aufgrund effektiverer antioxidativer Mechanismen aus, weshalb vermutet wird, dass die genotoxische Wirkung von Naphthochinonen hauptsächlich auf Zellkulturen beschränkt ist [20].

Aufgrund der geringen Konzentration von Naphthochinonen im Rundblättrigen Sonnentau ist anzunehmen, dass das Nebenwirkungspotenzial niedrig ist [21]. Dennoch sollte die Sicherheit der Pflanze, insbesondere im Hinblick auf potenzielle genotoxische und zytotoxische Effekte sowie mögliche Veränderungen in der Eisenaufnahme durch Flavonoide, in weiteren Studien untersucht werden, um fundierte Aussagen über ihre Unbedenklichkeit und Therapiesicherheit treffen zu können.

Natur- und Klimaschutz

Trotz ihrer weltweiten Verbreitung sind viele Sonnentauarten gefährdet. Die Hauptursache hierfür ist neben der Wildsammlung v. a. die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume durch die landwirtschaftliche Nutzung von Feuchtgebieten. Die Wiedervernässung solcher Flächen stellt einen wichtigen Schritt sowohl für den Erhalt dieser Pflanzenarten als auch für den Klima- und Naturschutz dar.

Ein zentrales Problem bei der Rückgewinnung von Feuchtgebieten ist jedoch die fehlende wirtschaftliche Nutzung. Der Anbau von Arzneipflanzen, wie der Rundblättrige Sonnentau, kann eine vielversprechende Lösung bieten. Erste erfolgreiche Anbauversuche auf Torfmoosflächen zeigen das Potenzial dieser Pflanze [1]. Dies ermöglicht nicht nur einen ökologischen Nutzen, sondern auch eine ökonomische Wertschöpfung solcher Flächen, die im Einklang mit den politischen Bestrebungen zur Wiedervernässung von Mooren in Europa steht.

Fazit

Die einzigartige Anpassung an extreme Umweltbedingungen und das pharmakologische Potenzial machen den Rundblättrigen Sonnentau zu einer faszinierenden Pflanze. Der nachhaltige Anbau von Sonnentau könnte nicht nur zur Erhaltung dieser wertvollen Pflanze beitragen, sondern auch einen bedeutenden Schritt im Natur- und Klimaschutz darstellen, insbesondere durch die Wiedervernässung von Moorlandschaften.

Prof. Dr. Sebastian Günther

Sandy Gerschler

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

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  2. Crowder AA, Pearson MC, Grubb PJ, Langlois PH. Drosera L. J Ecol 1990; 78: 233
  3. Gerard J, Davies R, Johnson T. et al. The herball, or, Generall historie of plantes. Printed by Adam Islip Joice Norton and Richard Whitakers, London 1633;
  4. Schaefer J. Plant of the Month: Sundew. April 27, 2022. JSTOR Daily. Zugriff am 14.04.2025 unter: daily.jstor.org/plant-of-the-month-sundew/
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