LachenSchützt Lachen im echten Leben vor Einsamkeit?

Wer viel lacht, ist weniger einsam, sozial isoliert oder zurückgezogen. Allerdings betrifft das Situationen im echten Leben und nicht das Lachen beim Konsum digitaler Medien.  

2 Frauen lachen zusammen
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Lachen im direkten Kontakt mit anderen, kann dabei helfen, Einsamkeit zu überwinden.

Wer viel lacht, ist weniger einsam, sozial isoliert oder zurückgezogen. Das gilt vor allem für Menschen, die während Gesprächen, beim Besuch kultureller Veranstaltungen, aber zum Teil auch beim Lesen eines Buches viel lachen. Menschen, die vor allem beim Konsumieren digitaler Medien lachen, fühlen sich hingegen nicht sozial verbundener.

Das fanden Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf in einer Studie heraus. 

5000 Deutsche befragt

Für die Studie wurden 5000 Erwachsene zwischen 18 und 74 Jahren in Deutschland online befragt. 

Die Forschenden verwendeten etablierte Tools, um das Ausmaß von Einsamkeit, objektiver und empfundener sozialer Isolation sowie sozialem Rückzug zu objektivieren. Ein ebenso etabliertes Tool nutzten sie, um die Häufigkeit und die Anlässe des Lachens einzuschätzen. Dazu zählten Gespräche mit Menschen, das Konsumieren digitaler Medien, kulturelle Veranstaltungen, das Lesen und weitere.

Häufiges Lachen - weniger Einsamkeit 

Häufiges Lachen war signifikant mit weniger Einsamkeit, sozialer Isolation und sozialem Rückzug assoziiert. Das galt sowohl für die objektiv als auch für die subjektiv empfundene soziale Isolation.

Bemerkenswert sei, so die Forschenden, dass diese Zusammenhänge bei Gesprächen und kulturellen Events durchweg gefunden wurden. Beim Lesen oder anderen Tätigkeiten traten sie nur teilweise auf. Für das Lachen beim Konsumieren digitaler Medien fanden die Forschenden keine signifikante Assoziation.

„Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass Lachen dabei helfen kann, soziale Bindungen zu stärken und Einsamkeit, Isolation und sozialen Rückzug zu überwinden“, sagt Studienleiter Prof. André Hajek.

Quelle: UKE Hamburg