
Eine Studie des Universitätsklinikums Freiburg zeigt Vorteile einer Therapie mit der App Kranus Lutera bei Männern mit Beschwerden beim Wasserlassen, verursacht durch gutartige Prostatavergrößerung: 92 Prozent der Teilnehmer berichten von verbesserter Lebensqualität.
Die App kann verordnet werden und wird dann von der Krankenkasse übernommen.
App: Kranus Lutera
Viele Männer leiden im Alter unter Beschwerden beim Wasserlassen - oft ausgelöst durch eine vergrößerte Prostata oder eine überaktive Blase. Die Studie konnte belegen, dass ein digitales Trainingsprogramm per App diese Symptome deutlich lindern kann.
Patienten, die die digitale Gesundheits-App Kranus Lutera über 12 Wochen nutzten, berichteten über eine spürbare Besserung der Beschwerden und eine deutlich gesteigerte Lebensqualität.
App: Kranus Lutera
Die App ist konzipiert für Männer mit Blasenentleerungsstörungen (Lower Urinary Tract Symptoms, LUTS).
Sie bietet eine 12-wöchige personalisierte Therapie, um Männer mit häufigem Harndrang zu unterstützen. Dazu gehören u.a. ein Miktionstagebuch zur persönlichen Dokumentation, Verhaltenstipps, Beckenbodenübungen oder Blasentraining, um die Miktionsfrequenz zu reduzieren.
Die Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist verordnungsfähig und wird dann durch die Krankenkasse übernommen.
Weitere Informationen:diga.bfarm.de
Studie: Digitale Therapie als wirksame Alternative
Insgesamt nahmen 237 Patienten der Universitätskliniken Freiburg und Halle an der Studie teil. Etwa die Hälfte erhielt zusätzlich zur üblichen medizinischen Versorgung für 12 Wochen Zugang zu der App Kranus Lutera. Diese kombiniert Beckenbodentraining, Verhaltenstipps, Blasentraining und medizinisches Hintergrundwissen in einem strukturierten Programm. Unterstützt durch Videos, Audioanleitungen und motivierende Rückmeldungen werden die Nutzer individuell durch das Training begleitet – angepasst an ihren persönlichen Fortschritt.
Am Ende der Studienzeit zeigte sich:
- Die Teilnehmer der App-Gruppe berichteten im Durchschnitt über eine deutliche Verringerung ihrer Beschwerden.
- Insgesamt 92 Prozent gaben an, sich am Ende der 12 Wochen besser zu fühlen.
- In der Kontrollgruppe, die keine App nutzte, blieben die Symptome hingegen unverändert.
- Unerwünschte Nebenwirkungen traten selten auf und standen nicht im Zusammenhang mit der Anwendung.
Eine Anschlussstudie soll nun untersuchen, wie langfristig der positive Effekt bestehen bleibt.
"Unsere Untersuchungen zeigen, dass digitale Therapien gegen Beschwerden beim Wasserlassen, ausgelöst durch eine gutartige Prostatavergrößerung, wirksam in den Alltag integriert werden können. Sie bieten für viele Betroffene eine niedrigschwellige Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und ihre Lebensqualität zu verbessern.", sagt Studienleiter Prof. Christian Gratzke vom Uniklinikum Freiburg.
Quelle: Universitätsklinikum Freiburg


