
Während der Schwangerschaft ist das Immunsystem der werdenden Mutter gedämpft, was sie anfälliger für Infektionen macht. Expert*innen der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin geben Tipps, wie Schwangere sich effektiv schützen können.
Warum ist Infektionsschutz während der Schwangerschaft wichtig?
Das Immunsystem der Mutter passt sich an, um das ungeborene Kind, das auch genetische Merkmale des Vaters trägt, nicht als fremd abzuwehren. Dieser Schutzmechanismus ermöglicht eine komplikationsfreie Schwangerschaft, macht Frauen jedoch anfälliger für Infektionen.
Hygieneregeln für den Alltag
Um Infektionen zu vermeiden, sollten Schwangere auf strikte Hygiene achten. Prof. Diemert der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin empfiehlt:
- Händewaschen: Gründlich und regelmäßig, besonders nach Kontakt mit Erde oder Ausscheidungen.
- Keine Speisen teilen: Vermeiden Sie das Teilen von Besteck, Geschirr oder Schnullern mit Kleinkindern.
- Kontakt zu Infizierten meiden: Reduzieren Sie direkte Begegnungen mit kranken Personen.
Ernährung: Was Schwangere beachten sollten
Eine gesunde Ernährung fördert die Entwicklung des Kindes, aber Vorsicht bei bestimmten Lebensmitteln:
- Vermeiden Sie rohe tierische Produkte wie Fisch und Fleisch.
- Konsumieren Sie Milchprodukte nur in pasteurisierter Form.
- Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich und reinigen Sie Kochutensilien regelmäßig.
- Achten Sie auf die Kühlkette, um das Wachstum von Bakterien zu vermeiden.
Impfungen: Schutz für Mutter und Kind
Ein guter Impfschutz schützt die Mutter vor schweren Infektionen und überträgt Antikörper auf das Kind. Impfungen gegen Grippe, Keuchhusten, Corona und RSV werden während der Schwangerschaft empfohlen. Diese Impfungen können das Neugeborene in den ersten Monaten über die Plazenta und Muttermilch schützen.
Impfungen während der Schwangerschaft möglich?
Ja, insbesondere im späteren Verlauf der Schwangerschaft sind bestimmte Impfungen sicher und wichtig. Welche Impfungen sinnvoll sind, sollten werdende Mütter mit ihren Gynäkolog*innen besprechen.
Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf UKE


