
Eisen ist ein lebenswichtiger Nährstoff – gerade für Kinder. Ein Mangel daran kann schwerwiegende Folgen haben. Er ist aber durch Ernährung und gezielte Behandlung gut in den Griff zu bekommen, sagt der Freiburger Kinderarzt Dr. Alexander Puzik.
Eisenmangel-Symptome bei Kindern
"Eisen wird nicht nur für die Bildung roter Blutkörperchen benötigt, sondern auch für die Bewegung der Muskeln und die Energieversorgung" so Puzik, Oberarzt für Kinderhämatologie und -onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Freiburg.
Ein Mangel an Eisen führt bei Kindern zu Symptomen wie
- Appetitlosigkeit,
- Blässe,
- Schwindel,
- Ermüdung,
- Kopfschmerzen,
- Gedeihstörung – diese äußert sich in verzögertem Längenwachstum sowie einer mangelnden Gewichtszunahme.
- In schweren Fällen kann es zu Herzrasen, Luftnot, Haarausfall und brüchigen Nägeln kommen.
Besonders problematisch: Je jünger ein Kind ist, desto schwieriger lassen sich die Anzeichen erkennen. Die Ursachen für Eisenmangel können vielseitig sein. Häufig tritt er durch eine unausgewogene Ernährung auf, besonders bei kleinen Kindern, die nicht ausreichend eisenreiche Lebensmittel zu sich nehmen. Auch Blutverluste oder ein erhöhter Bedarf, etwa in Wachstumsphasen, können den Mangel begünstigen.
In diesen Lebensmitteln steckt viel Eisen
Um einem Mangel vorzubeugen oder auszugleichen, empfiehlt Puzik Superfoods wie
- Erdbeeren,
- Orangen,
- rotes Fleisch,
- Sauerkraut.
Eisen wird vom Organismus besser aufgenommen, wenn sie mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln gegessen werden.
Auf Milch und Tee sollte während eisenreicher Mahlzeiten verzichtet werden, da sie die Eisenaufnahme hemmen.
Bei Eisenmangel sollte auf Hartkäse, Tomaten, Spinat oder Schokolade verzichtet werden.
Wann Medikamente notwendig sind
In schweren Fällen reicht eine Ernährungsumstellung nicht aus. Dann kommen Eisenpräparate in Form von Tabletten, Tropfen oder intravenös verabreicht infrage. "Wir empfehlen die Einnahme von Eisenpräparaten alle zwei Tage", betont Puzik. "Das reduziert Nebenwirkungen und verbessert die Aufnahme."
Quelle: Universitätsklinikum Freiburg


