
Grundlage der Akupressur sind die Meridiane. Wird der Energiefluss bei der Akupunkturbehandlung durch Nadeln stimuliert, so werden in der Akupressur die speziellen Punkte durch eine Art Druckbehandlung angeregt. Oft wird bei der Behandlung ein angenehmer Energiefluss wahrgenommen. Das Punktedrücken, so die wortgetreue Übersetzung des Begriffs Akupressur (lat. acus = Spitze, Nadel, Punkt und premere = drücken), wird mit einzelnen Fingerkuppen oder durch relativ einfache Handgriffe ausgeführt. Da die Akupunkturpunkte auf den Meridianen liegen, wird durch die Akupressur-Behandlung auch den Meridianen Energie zugeführt oder – bei zu viel Energie in einem Meridian – diese in einen anderen Meridian umgeleitet. Nur so kann die Lebenskraft ungehindert fließen.
Das Ziel der Akupressur-Behandlung ist es, vorhandene Störungen des Energieflusses zu beheben, indem Ungleichgewichte zwischen den Yin- und Yang-Energien ausgeglichen werden. Behandelt werden vor allem die Punkte, die sowohl am schmerzhaftesten als auch am unsensibelsten sind und dadurch auf einen gestörten Energiefluss hinweisen. Durch das Akupressieren dieser Punkte lösen Sie also Energieblockaden. Oft – und das bestätigt sich durch die Meridiane und Chakren, welche die Verbindung zwischen Geist und Körper herstellen, entstehen die Energieblockaden zunächst im geistig-seelischen Bereich. Ist Ihr Gefühlsleben nicht ausgeglichen oder haben Sie eingefahrene und verneinende Lebenskonzepte, so kann der freie Energiefluss blockiert werden. Werden Sie sich dessen bewusst, was Sie einschränkt und festhält, damit die Energie wieder fließen kann, ehe sich das energetische Ungleichgewicht auf der körperlichen Ebene durch Krankheit manifestiert.
Wie wirkt Akupressur?
Durch Akupressur und Akupunktur werden bestimmte Punkte stimuliert, die durch das Meridiansystem miteinander verbunden sind. Es konnte nachgewiesen werden, dass der Hautwiderstand an dem zu behandelnden Punkt geringer ist als an anderen Körperstellen. Diese Tatsache macht sich auch ein kleines Handgerät zunutze, mit dem man leicht die Akupressur-Punkte finden und bearbeiten kann. Da das System der Meridiane mit dem Gefäß-Nerven-System eng verknüpft ist, basiert die Wirkung der Akupressur auf den neuralen Beziehungen zwischen den oberflächlichen Körperschichten (Haut, Muskeln) und den inneren Organen und den Drüsen (Hormone). Häufig habe ich in all den Jahren, seit ich mich der Akupressur widme gehört: »Aber an solche Heilmethoden muss man ja glauben!« Meine Antwort dazu war dann immer: »Sie dürfen gern daran glauben, denn so wird die Wirkung noch verstärkt.«
Meridiane – die Energieleitbahnen
Meridiane sind unsichtbare Energieleitbahnen, die die Aufgabe haben, das Qi, die vitale Lebensenergie, im Körper zu verteilen und zu transportieren. Sie sind wie Adern, die durch unseren Körper laufen, und verbinden das »unsichtbare « Qi mit dem »sichtbaren« Körper und seinen Organen. Das Qi ist sozusagen das »geistige Blut«, das durch die Meridiane fließt. Die 12 Hauptmeridiane und 2 Hauptgefäße sind miteinander verbunden. Jeder Meridian steht zudem in Beziehung zu einem oder mehreren Organen sowie zu den Chakren und stellt so die Verbindung her zwischen der Lebenskraft (Qi) und dem physischen Körper. Auf den Meridianen, die teilweise an der Hautoberfläche verlaufen, liegen spezielle Akupunkturpunkte, die während der Akupressur behandelt werden.
Chakren – die feinstofflichen Energiezentren
Wie die Meridiane stellen auch die Chakren eine Verbindung zwischen den feinstofflichen und physischen Bereichen her. Die sieben Chakren sind feinstoffliche Energiezentren, die in der Aura im Bereich der senkrechten Mittelachse des Körpers liegen und zu bestimmten Körperteilen und Hormondrüsen in Beziehung stehen. Die Chakren stehen zu den Meridianen in wechselseitiger Verbindung und geben zum einen das aufgenommene Qi an die Meridiane weiter. Dadurch kann das Qi in den Körper eingeleitet werden. Zum anderen empfangen die Chakren von den Meridianen das Qi, das in der Aura wahrgenommen werden kann. Dass sich Chakren und Meridiane energetisch beeinflussen, konnte Dr. Motoyama feststellen. Er war der Erste, der die Traditionen aus der Chinesischen Medizin und der indischen Heilweise zusammenbrachte: Die Chakren sind eng mit den Meridianen verknüpft. So fand er heraus, dass eine verminderte Aktivität der Chakren zu einem deutlichen Energieabfall in den Meridianen führt und dementsprechend eine vermehrte Chakren-Aktivität sich positiv auf die energetische Versorgung der Meridiane auswirkt. Dies könnte der indirekte Beweis der Wirkung der Energieleitbahnen und Zentren (Chakren) auf den Körper sein. Das Stimulieren der Punkte gleicht das Mediansystem aus. Meridiane und Chakren stehen in Wechselwirkung. Die Chakren nehmen nicht nur das Qi auf, sie haben auch die Gabe, es zu transformieren und somit auch unser geistiges und psychisches Befinden zu beeinflussen. Die Chakren liegen nicht nur auf der Höhe der entsprechenden Drüsen, sondern unterstützen sie in ihrer Funktion bei der Bildung von Hormonen. Die Hormone beeinflussen entscheidend unser Befinden.
Quelle: Akupressur - Das große Praxisbuch
kcl




