FrauengesundheitGanzheitliche Myombehandlung

Erfahren Sie, wie Zyklusbewusstsein und Naturheilkunde die Myomtherapie unterstützen können.

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Ganzheitliche Myomtherapie vereint Ursachenforschung und sanfte Symptomlinderung

Die Methoden, die ich Ihnen vorstelle, sind als Ergänzung zur klassischen Medizin zu sehen. Wenn Sie unter Myomen leiden, sollten Sie stets mit Ihrer Ärztin abwägen, ob ein schulmedizinischer Eingriff erforderlich ist oder ob zunächst abgewartet werden kann. Das hängt von der Größe und Lage des Myoms sowie der Intensität der Symptome ab.

Zu der ganzheitlichen Behandlung einer Krankheit gehören in der Regel zwei Komponenten:

1. Die ursachenorientierte Behandlung zielt darauf ab, die Herkunft der Beschwerden und mögliche Auslöser zu identifizieren. Dann wird versucht, den Körper möglichst wieder so in Balance zu bringen, dass die Krankheit zurückgeht bzw. sich nicht weiterentwickelt.

2. Die symptomatische Behandlung läuft oft neben der ursachenorientierten Behandlung, um das Leid der Patientinnen möglichst schnell zu lindern. Eine symptomatische Therapie ist ein wichtiger Baustein, reicht aber oft allein nicht aus. In der Myomtherapie zielen symptomatische Methoden darauf ab, entspannend zu wirken und Blutungen sowie Schmerzen zu stillen. Folgend möchte ich Ihnen bewährte Mittel aus der Naturheilkunde vorstellen, die teils ursachenorientiert und teils symptomatisch wirken. 

Zyklisch leben

Wir Frauen sind grundsätzlich zyklische Wesen. Den Großteil unseres Lebens durchlaufen wir Monat für Monat ein Auf und Ab der Hormone. Unser Körper verändert sich ständig und häufig spüren wir, dass beispielsweise unser Energielevel, die Konzentration, Motivation oder Kreativität je nach Zyklusphase anders ist. Manchmal werden die Zyklusphasen mit den Jahreszeiten verglichen, wobei hier natürlich anzumerken ist, dass wir alle individuell sind und dieser Vergleich nicht für alle passt. Dennoch ist es für viele Frauen eine Orientierung, um ein Bewusstsein für den eigenen Zyklus zu entwickeln.

Frühling: 

Die erste Zyklusphase beginnt nach der Periode und wird mit dem Frühling verglichen. In der Regel sind Frauen hier kontaktfreudiger, erwachen aus dem »Winterschlaf« und schmieden neue Pläne. Frühlingsgefühle erwachen und viele begegnen dem Leben mit mehr Leichtigkeit.

Sommer: 

Um den Eisprung herum ist die Sommerzeit. Evolutionsbedingt steigt hier die Libido (die Lust auf Geschlechtsverkehr), weil wir nur in dieser Zeit fruchtbar sind. Viele Frauen fühlen sich durch den Anstieg der Hormone motivationsgeladen, möchten Spaß haben, feiern gerne und sind produktiv.

Herbst: 

Die dritte Zyklusphase ist der Herbst, der durch den Anstieg von Progesteron und den Abfall der anderen Hormone gekennzeichnet ist. Sie ist die Übergangszeit zum Winter, es wird gemütlicher, viele Frauen ziehen sich gern mal zurück und fahren runter. Das kreative Schaffen gelingt oft in dieser Phase besonders gut, und die Achtsamkeit mit sich selbst und der Umwelt steht im Fokus.

Winter: 

Die Zeit der Periode ist die Zeit der Ruhe. Viele Frauen wünschen sich Entspannung und benötigen mehr Schlaf und Ruhe. Bei vielen findet ein Loslassprozess statt. Tanken Sie Kraft für den nächsten Zyklus!

Vielleicht finden Sie sich in den Beschreibungen wieder, vielleicht aber auch gar nicht. In jedem Fall ist es sinnvoll, in den verschiedenen Zyklusphasen in sich hineinzuspüren und sich zu fragen: »Was möchte ich heute eigentlich wirklich?« Manche Situationen kann man nicht planen, und sie nehmen auch keine Rücksicht auf unseren Zyklus. Andere hingegen können Sie ganz gezielt an die Zyklusphasen anpassen.

Ich erläutere das mal an ein paar praktischen Beispielen: Die nächste Zahnwurzelbehandlung (sofern sie kein Notfall ist) sollte vielleicht eher in der ersten Zyklusphase oder zur Eisprungzeit geplant werden, denn dann stecken die meisten Frauen operative Eingriffe deutlich besser weg als zur Periodenzeit, wo eigentlich Kraft getankt werden sollte. Ein gemütliches Wellnesswochenende passt in der zweiten Zyklusphase, im Herbst, besonders gut. Eine große Geburtstagsfeier hingegen eventuell eher in den Sommer, zur Eisprungzeit. 

Achtsam zu sein und sich als zyklisches Wesen zu verstehen, hat das Ziel, die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse in den jeweiligen Phasen optimal zu befriedigen. Das kann zu Ausgeglichenheit, Wohlbefinden und einer besseren Hormongesundheit beitragen.

Zur Unterstützung der jeweiligen Zyklusphasen möchte ich Ihnen zwei Massageölmischungen zeigen, die einmal auf den zyklischen Frühling und einmal auf den Herbst abgestimmt sind. Wichtig ist, dass die ätherischen Öle hohe Qualität haben und naturrein sind.

Nehmen Sie für jede Mischung etwa 30 ml Trägeröl, beispielsweise Jojobaöl oder Kokosöl, und geben Sie die folgenden ätherischen Öle hinzu:

Massageöl »Frühling«: (ab dem Ende der Menstruation bis zum Eisprung)

  • 4 Tropfen Muskatellersalbeiöl (zyklusausgleichend, stimmungsaufhellend)
  • 2 Tropfen Zitronenöl (belebend, fördert den Lymphfluss)
  • 3 Tropfen Zypressenöl (lymphfördernd, entstaut die Gebärmutter)

Massageöl »Herbst«: (ab dem Eisprung bis zum Anfang der Blutung)

  • 4 Tropfen Lavendelöl (entspannend, lindert Krämpfe)
  • 3 Tropfen Ylang-Ylang (stimmungsaufhellend, hormonell ausgleichend)
  • 3 Tropfen Majoranöl (löst Verspannungen, lindert Schmerzen)
  • 2 Tropfen Zypressenöl (gegen Wassereinlagerungen, entstauend)

Menstruationshygiene bei Myomen 

In der ganzheitlichen Medizin gehen wir davon aus, dass auch die Menstruationshygiene Einfluss auf die Entstehung und das Wachstum von Myomen haben kann. Zum einen können Schadstoffe, die möglicherweise in den Produkten enthalten sind, eine Rolle spielen, und zum anderen kann ein gehemmter Blutfluss Auswirkungen haben. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nimmt man beispielsweise an, dass Myome durch eine »Blutstagnation« begünstigt werden können.
Menstruationshygieneartikel wie Tampons hemmen den Blutfluss und können zu einem Rückstau in Richtung Gebärmutter führen. Das kann Periodenschmerzen und Krämpfe fördern. Manche vermuten, dass dieser Blutrückstau die Gewebebildung von Myomen unterstützt. Daher wird empfohlen, auf Menstruationshygieneartikel zu setzen, die den Blutfluss nicht hemmen, beispielsweise Binden oder Periodenunterwäsche. Menstruationstassen stauen zwar etwas weniger als Tampons, hemmen den Blutfluss aber mehr als Binden und Periodenunterwäsche.
In Tampons und Binden können zahlreiche Giftstoffe und Schwermetalle enthalten sein, die nicht zwingend auf der Verpackung deklariert werden müssen. Zwar überschreiten sie meist nicht die zulässigen Schadstoffgrenzwerte, doch wenn sich viele Faktoren summieren, können selbst kleine Mengen langfristig möglicherweise Auswirkungen haben. Auch wenn die Verwendung konventioneller Tampons offiziell als sicher gilt, empfehle ich dennoch, auf Bio-Tampons zurückzugreifen – sofern Tampons überhaupt notwendig sind und Periodenunterwäsche für Sie nicht in Betracht kommt.

Quelle: Frauengesundheit: Myome

kcl