Mikronährstoff-KücheGood Mood Food – süß und gesund snacken!

Tipps und Anregungen mit gesunden Zutaten für High-End-Snacks!

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Good Mood Food ist für viele Menschen DER Einstieg in die supergesunde Ernährung.

Wenn wir normale Süßwaren essen, geht es uns kurze Zeit später aufgrund der Blutzuckerschwankungen nicht gut: Müdigkeit, Aggression, Unruhe, Nebel im Kopf und Herzklopfen können die Folge sein. Im Unterschied dazu werden dich Snacks mit rohem Kakao, Kokosöl, Zimt und Kurkuma lange Zeit fokussiert halten und deine Gesundheit stärken. Alle, die ganz »Low Carb« (mit wenigen Kohlenhydraten) unterwegs sein wollen, nehmen anstelle von Honig nur Stevia. Ein geschmacklich sehr gutes Ergebnis lässt sich auch mit einer Kombination von Honig und Stevia erreichen. 

Good Mood Foods aus dem Vorratsschrank

Honig besitzt starke antibiotische Wirkstoffe, die unter dem Begriff »Inhibine« zusammengefasst werden. Sie hemmen ebenso wie das in Honig enthaltene Enzym Glukose-Oxydase das Wachstum von Keimen. Grundsätzlich verwenden wir ja nur geringe Mengen an natursüßen Lebensmitteln. Honig haben wir in unsere Vorratskammer aufgenommen, da die Vorteile für unser Immunsystem groß sind.

Kakaonibs sind zersplitterte Kakaobohnen. Kakao, die »Frucht der Götter«, gehört zu den gesündesten und antioxidanzienreichsten Nahrungsmitteln überhaupt, vorausgesetzt, man nimmt ihn in unerhitzter Form zu sich. Dann ist Kakao eine der besten Quellen für Magnesium, Schwefel und 80 weitere Nährstoffe. Der hohe Magnesiumgehalt macht Kakao zum besten Freund unseres Herz-Kreislauf-Systems. Schwefel stärkt die körpereigene Abwehrkraft. Die Bohnen sind angefüllt mit Substanzen, welche die Produktion unserer Gute-Laune- Hormone ankurbeln und uns einen Extraschub an Energie verleihen. Kakaopulver entsteht, wenn aus der Kakaobohne der Fettanteil herausgepresst und der Presskuchen anschließend zu feinem Pulver vermahlen wird. Das Pulver verwandelt unsere Speisen in wahre Köstlichkeiten und gibt uns einen Theobromin-Kick. Theobromin besitzt eine gefäßerweiternde sowie herzstimulierende Wirkung und entspannt die Muskulatur. Die Wirkung von Theobromin ähnelt der des Koffeins, ist aber deutlich schwächer. Theobromin wirkt mild und dauerhaft anregend, aber auch stimmungsaufhellend. Durch das Mahlen werden die Inhaltsstoffe einfacher aufnehmbar und die antioxidative Power wird noch größer.

Kokosöl wird durch Pressung des Fruchtfleisches der Kokosnuss gewonnen. Die Kokosnuss zählt zu den wertvollsten Nahrungsmitteln überhaupt. Sie versorgt uns mit besten Fetten. Die im Öl besonders reichlich enthaltene Laurinsäure wirkt gegen Viren und Bakterien und verbessert die entzündungshemmende Reaktion des Immunsystems. Anders als andere Öle und Fette kann Kokosöl mehrmals hintereinander erhitzt werden, ohne dass sich gefährliche freie Radikale und Transfette bilden. Das Kokosöl sollte nicht raffiniert und gehärtet sein.

Zimt wird aus der inneren Rinde von Zweigen des Zimtbaumes gewonnen. Das Gewürz verfeinert nicht nur unsere Süßspeisen, sondern hilft auf pflanzlichem Wege, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Zimt enthält Substanzen, welche die Aufnahme von Glukose in die Zellen verbessern, wodurch sich der Blutzuckerspiegel senkt. Zimt verbessert auch die Cholesterinwerte und wirkt so Ablagerungen in Blutgefäßen entgegen, die zu Alzheimer und Schlaganfall führen können. Er wirkt entzündungs- und schmerzsenkend.

Salz steht seit alters her für Glück, Reichtum und gute Gesundheit. Als natürlichen Stimmungsheber findet man eine Prise Salz auch in süßen Snack-Rezepten. Salz ist elementar wichtig für uns. Es regelt z. B. unseren Wasserhaushalt, ist wichtig für die Funktion von Nerven und Muskeln sowie für die Verdauung. Jedoch brauchen wir naturbelassenes Salz. Haushaltsübliches Kochsalz, also reines Natriumchlorid, ist durch industrielle Prozesse von allen anderen über 80 Mineralstoffen und Spurenelementen, die das ursprüngliche Salz ausmachten,»isoliert«. In Zusammenhang mit Eiweißen bildet Kochsalz aggressive Nitrosamine. Vorzuziehen sind deshalb Meersalz, Steinsalz und Kristallsalz. Diese Salze helfen uns, unseren Blutdruck zu normalisieren.

Stevia, auch Honigkraut genannt, ist ein in Südamerika beheimatetes Pflänzchen, dessen Blätter keine Kalorien enthalten, aber Stoffe, die sehr süß schmecken. Stevia verursacht keine Karies und hat keine Auswirkungen auf unseren Blutzuckerspiegel. Stevia ist perfekt für einen gesunden Lifestyle ohne Industriezucker. Im Handel sind getrocknete Blätter und Flüssigextrakt erhältlich. Wenn man Getränke und Speisen zubereiten möchte, die nicht gemixt werden, sind die Tropfen geeigneter.

Rezepte 

Beeren-Energiekugeln
Energiekugeln zu kreieren, die nur sehr wenig süße Trockenfruchte enthalten, ist gar nicht so einfach. Mit diesem Rezept haben wir es geschafft. Die Low-Carb-Kugeln sind eine echte Alternative zu Kuchen und Co.

14 Kugeln ~ 20 Min.
100 g Walnusse · 10 Himbeeren (TK) · 2 EL Goji-Beeren · 4 EL Kokoschips · 1 EL Mandelmus · ¼ TL Chili · ½ TL Zimt · ¼ TL Pfeffer · Salz · Stevia

Zum Bestreuen:
4 EL gehackte Walmusse, Kakaopulver oder Kokosflocken

● Die Himbeeren vor der Verarbeitung nicht auftauen.

● Alle Zutaten für die Masse im kleinen Zerkleinerer zu einer feinen Masse verarbeiten. Aus der Masse ca. 14 Kugeln formen.

● Kugeln in Nussstückchen, Kakaopulver oder Kokosflocken wälzen und genießen. Im Kühlschrank aufbewahren. 

Tipp: Kokosflocken kannst du mit dem Mixer ganz einfach aus Kokoschips herstellen.

Studentenfutter
Der schnellste unter den hoch mikronährstoffreichen Snacks überhaupt ist dieses Studentenfutter aus Superfoods. Wenn du unterwegs bist, ist es dein treuer Begleiter, der dich vor dem Gang zur Backerei bewahrt. Finde deinen Lieblingsmix aus deinem Vorratsschrank!

300 g ~ 5 Min.
100 g Kakaonibs · 100 g Goji-Beeren · 100 g Kokoschips oder Hanfsamen

● Die Superfoods mischen und genießen.

Tipp: Sehr praktisch für unterwegs ist es, das Studentenfutter in einen Shakebecher mit breitem Ausguss abzufüllen. Dann kannst du dir die Superfoods einfach in den Mund rieseln lassen – einfacher geht es nicht. 

Hinweis: Wahrscheinlich sind die Kokoschips zu groß für den Ausguss. Besser ist dann die Mischung mit den Hanfsamen.

Quelle: Die gesunde Mikronährstoff-Küche

kcl