Therapieoptionen mit HeilerdeHeilerde bei Reizdarm und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Heilerde kann eine hilfreiche Option bei Reizdarm sein, insbesondere wenn Durchfall dominiert.

Inhalt
Heilerde in einer Glasschale
K. Oborny/Thieme
Heilerde ist ein Naturprodukt, das sich bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts bewährt hat.

Bei vielen Menschen mit Reizdarmsyndrom (RDS) ist der Verdauungstrakt besonders reizempfindlich. Und das kommt – u.a. bedingt durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten – zunehmend häufiger vor. So zählt RDS zu den in der Praxis am häufigsten auftretenden funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen [1]. In Bezug auf die Prävalenz liegen mehrere epidemiologische Studien vor. Laut Leitlinie wird die weltweite Prävalenz auf 11 bis 15 % geschätzt, Frauen sind häufiger betroffen als Männer [2]. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, häufig sind es allerdings junge Erwachsene. Laut Leitlinie werden Patientinnen und Patienten mit Reizdarmsyndrom bezüglich ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt, sowohl im Vergleich zur Normalpopulation als auch im Vergleich zu anderen chronischen Erkrankungen [2].

Mögliche Ursachen

Trotz vieler wissenschaftlicher Untersuchungen, die auf Mikrobiom und Barriereänderungen des Darms hinweisen, kann bei RDS keine klare Diagnose gestellt werden, da das Reizdarmsyndrom eine multifaktorielle Erkrankung ist. Man weiß aber, dass das Reizdarmsyndrom mit einer Störung der Darm-Hirn-Achse einhergeht. Das kann z.B. durch

  • eine gestörte Darmmotilität,
  • zu viel Gallensäure,
  • eine überempfindliche oder gar durchlässige Darmwand (leaky gut),
  • hormonelle Veränderungen,
  • erbliche Veranlagung oder
  • durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten bzw. ungesunde Ernährung bedingt sein.
  • Zudem kommen auch psychische und soziale Faktoren wie Stress oder seelische Belastungen sowie neue Lebenssituationen in Frage.
  • Auch eine Antibiotikatherapie kann einen Reizdarm begünstigen.

Letztendlich kann das Reizdarmsyndrom mit Schädigungen des Darmmikrobioms einhergehen und mehr oder minder stark entzündliche Prozesse der Darmmukosa auslösen. Der Verdauungstrakt ist bei den Betroffenen besonders reizempfindlich.

Pathophysiologisch relevante molekulare und zelluläre Faktoren, die bei RDS auftreten können [2]

  • Motilitätsstörungen sowie veränderte intestino-intestinale Reflexe
  • gestörter Gallensäuremetabolismus
  • veränderte Schleimhautfunktionen, die sich in einer gestörten intestinalen Barriere und Sekretion äußern
  • viszerale Hypersensitivität
  • Enterale Infekte können RDS-Symptome triggern.
  • veränderte enterale Immunantworten
  • veränderte Innervation der Darmwand auf anatomisch-morphologischer und neurophysiologischer Ebene
  • veränderte Dichte enteroendokriner Zellen und veränderte Ausschüttung ihrer Botenstoffe
  • Änderungen der proteasevermittelten Funktionen
  • verändertes Fettsäuremuster im Stuhl
  • mikrostrukturelle Auffälligkeiten sowie veränderte Signalverarbeitung in verschiedenen Hirnarealen
  • reduzierte parasympathische Aktivität
  • Hormoneller Status kann Einfluss auf RDS-Symptomatik haben.
  • Genetische Prädisposition kann existieren.
  • Epigenetische Faktoren können in die Genese von RDS involviert sein.

Diagnose und Therapie

Für die positive Diagnosestellung sollten grundsätzlich 2 Komponenten erfüllt sein. Zum einen sollen Anamnese, Muster und Ausmaß der Beschwerden mit einem Reizdarmsyndrom vereinbar sein. Zum anderen sollen Krankheiten, die sich ebenfalls mit den Symptomen eines RDS manifestieren können, ausgeschlossen sein [2]. Die Diagnose basiert auf den Rom-IV-Kriterien und einem Ausschlussverfahren mittels Blut- und Stuhltests, Ultraschall und einer Darmspiegelung.

Eine chronische Erkrankung liegt vor, wenn die Beschwerden länger als 3 Monate anhalten. Man unterscheidet zwischen Bauchschmerzen, Krämpfen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Es gibt Mischformen oder dominante Symptome. Steht beispielsweise Diarrhö im Vordergrund, zielt die Therapie darauf ab, Entzündungen zu vermeiden oder zu reduzieren und die Darmbarriere stabil zu halten.

Die Therapie erfolgt symptomatisch, wobei Schutz der Darmbarriere bzw. Wiederaufbau einer gestörten Darmflora, Stressreduktion und Ernährungsanpassung (FODMAP = fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole) eine ebenso große Rolle spielen. Eine gute Verträglichkeit der jeweiligen Therapieoptionen ist besonders bei chronischen Erkrankungen wichtig.

Durchfalldominante Patientinnen und Patienten profitieren von Heilerde

Eine Behandlung des RDS kann die Symptome und das soziale Verhalten der Patienten verbessern. So setzte sich eine randomisierte klinische Studie zum Ziel, die Wirkung einer Luvos-Ergänzung zusätzlich zu Mebeverin (krampflösender Wirkstoff, entspannt die Darmmuskulatur und lindert Bauchschmerzen und -krämpfe) auf die Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität (QOL) bei Patienten mit durchfalldominantem Reizdarmsyndrom zu untersuchen [3].

Eingeschlossen waren 81 Patientinnen und Patienten mit vorherrschendem durchfallbedingten RDS im Alter von 18–65 Jahren. Sie wurden nach den Rom-IV-Faktoren (Diagnosekriterien für funktionelle gastrointestinale Störungen) entdeckt und der Studie nach dem Zufallsprinzip zugewiesen. Die Mehrheit der Patienten waren junge unverheiratete Männer mit hohem Bildungsgrad.

40 Patienten (Gruppe A) erhielten 2 × täglich Mebeverin (135 mg) plus Luvos Heilerde (1 Beutel, 2 × täglich). Die anderen 41 Patienten (Gruppe B) erhielten 4 Wochen lang 2 × täglich Mebeverin (135 mg). Grundlegende demografische Daten, Bristol-Score (Messwert zur Dauer der Darmpassage), Symptomschweregrad und die Lebensqualität (QOL-Fragebogen) wurden zu Beginn und Ende der Behandlung aufgezeichnet.

Die Ergebnisse waren beeindruckend: 71 Patienten (35 aus Gruppe A und 36 aus Gruppe B) schlossen die Studie ab. Durchfall und Lebensqualität verbesserten sich in Gruppe A im Vergleich zu Gruppe B signifikant (p = 0,036 bzw. p = 0,028; (Abb. 1).

Das Resümee der Autoren der Studie lautete: „Wir gehen davon aus, dass die Luvos-Ergänzung bei Patienten mit überwiegend durchfallbedingtem Reizdarmsyndrom sicher, wirksam und gut verträglich ist.“ Weitere Studien mit einer größeren Stichprobe werden allerdings empfohlen, um die Wirksamkeit der Heilerde bei dieser Indikation zu bewerten. Dennoch hat sich die Anwendung von Luvos Heilerde beim Reizdarmsyndrom bereits etabliert.

Heilerde bei Leaky-Gut-Syndrom

Beim Leaky-Gut-Syndrom ist die Darmbarriere durchlässig, was auch durch das durchfallassoziierte Reizdarmsymptom begünstigt werden kann. Dadurch können Krankheitserreger in die Blutbahn gelangen oder lokale Entzündungen verursachen. Moderne Therapieoptionen berücksichtigen Ernährungsfaktoren (FODMAP), Darmbarriereschutz und Mikrobiomstabilisierung, beispielsweise mit Luvos Heilerde.

Prof. Dr. med. Martin Storr aus Starnberg sagt dazu: „Bei der Ernährung wissen wir, dass manche Lebensmittel Beschwerden des Reizdarmsyndroms auslösen können, dies sind zum Beispiel FODMAP-reiche Lebensmittel. Daher wird beim Reizdarm oft eine FODMAP-arme Ernährung empfohlen.“ Dem Experten zufolge hat eine entsprechende Ernährungsform einen günstigen Einfluss sowohl auf die Darmbarrierefunktion als auch auf das Reizdarmsymptom.

FODMAP-reiche Lebensmittel sind beispielsweise schnell vergärende Kohlenhydrate, die in Brot, Milchprodukten, Süßigkeiten sowie verschiedenen Steinobst- oder Kohlsorten in größerer Menge enthalten sind. Gluten- oder Weizenreduktion kann auch hilfreich sein, wenn entsprechende Sensitivitäten vorliegen.

NahrungsmittelHoher FODMAP-GehaltNiedriger FODMAP-Gehalt
pflanzliche NahrungsmittelArtischocken, Spargel, Zuckererbsen, Kohl, Zwiebeln, Knoblauch, Schalotten, Lauch, Porree, Zwiebel- und Knoblauchpulver, Blumenkohl, Pilze, Kürbis, grüner PfefferBohnenkeimlinge, Kopfsalat, Spinat, Karotten, Grün von Frühlingszwiebeln, Schnittlauch, Gurke, Aubergine, Tomaten, Kartoffeln, Esskastanien, < ½ Tasse Süßkartoffeln, Brokkoli, Rosenkohl, Fenchel
GetreideWeizen, Roggen, Gerste, DinkelReis, Hafer, Haferkleie, Quinoa, Mais, glutenfreies Brot, Pasta, Gebäck
Gemüse, HülsenfrüchteKichererbsen, Kidneybohnen, gekochte Bohnen, LinsenTofu, Erdnüsse, < ⅓ Tasse grüne Erbsen
Nüsse, SamenkörnerPistazienhöchstens 2 Teelöffel:
Mandeln, Pekannüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Sesamkörner, Kürbiskerne
SüßstoffeHonig, Agave, Maissirup, Sorbitol, Mannitol, XylitolTraubenzucker, Haushaltszucker, Ahornsirup, Aspartam
ZusätzeZuckeralkohole 
AlkoholRumWein, Bier, Wodka, Gin
proteinreiche Nahrungsmittel Fisch, Hähnchen, Pute, Eier, Fleisch
fettreiche Nahrungsmittel Oliven, Olivenöl, ¼ Avocado
MilchKuhmilch, Schafs- und Ziegenmilch, Sojamilch, aus Milch hergestellte Cremes, Dosenmilch, gesüßte KondensmilchMandelmilch, Kokosnussmilch, Reismilch, Hanfmilch, laktosefreie Kuhmilch
JoghurtKuhmilch-Joghurt, Sojamilch-JoghurtKokosmilch-Joghurt, griechischer Joghurt
KäseHüttenkäse, Ricotta, MascarponeHartkäse (Cheddarkäse, Schweizer Käse, Parmesan), Blauschimmelkäse, Brie, Mozzarella, Feta, nicht mehr als 2 Teelöffel Hüttenkäse oder Ricotta, laktosefreier Hüttenkäse
milchproduktbasierte Zutatensaure Sahne, SchlagsahneButter, Sahnekäse
DessertsEiscreme, Sorbet, gefrorener JoghurtSorbet (aus Früchten mit niedrigem FODMAP-Gehalt)
FrüchteÄpfel, Birnen, Himbeeren, Brombeeren, Wassermelonen, Nektarinen, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen, Zwetschgen, Mango, Papaya, Dattelpflaumen, Orangensaft, eingemachte Früchte, große Portionen jeglicher FrüchteBanane, Heidelbeere, Blaubeere, Erdbeere, Cantaloupe-Melone, süße Melone, Grapefruit, Zitrone, Kiwi, Ananas, Rhabarber, < ¼ Avocado, < 1 Teelöffel Trockenfrüchte (reife Früchte bevorzugen, weniger reife enthalten mehr Fruktose)

Histaminintoleranz

Histamin ist ein biogenes Amin. Aus der Nahrung aufgenommen, wird es über das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Bei einer Histaminintoleranz ist der Abbau von exogen aufgenommenem Histamin u.a. durch erhöhte Resorption aus einem gereizten Darm überfordert. Typische Symptome sind dann Bauchschmerzen, Diarrhö, Flatulenz, Kopfschmerzen, verstopfte Nase und Fließschnupfen oder Gesichtsrötungen.

Eine Therapie mit Heilerdepulver vermindert die Resorption des luminal vorhandenen Histamins, wie eine Anwendungsbeobachtung zeigen konnte. 27 Patienten mit langjährig gesicherter Histaminintoleranz erhielten ergänzend zu ihrer histaminarmen Diät zusätzlich Heilerde (oral, Luvos Heilerde imutox). Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden zu Beginn, nach der halben Therapiezeit und am Ende erhoben – im Schnitt 26 Tage (Median 22 Tage). Bei jeder Konsultation wurden der Schweregrad der Erkrankung sowie Beeinträchtigungen dokumentiert (Abb. 2) [4].

Typische Symptome bei Histaminintoleranz

  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht oder Rötungen
  • Verdauungsbeschwerden, einschließlich Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Übelkeit
  • Atemwegsprobleme wie verstopfte Nase, Niesen oder Asthma
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Herzrasen oder niedriger Blutdruck
  • Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein

Die Beschwerden können wie beim Reizdarmsyndrom individuell variieren und treten meist nach dem Verzehr histaminreicher Lebensmittel auf.

Es ist wichtig, histaminreiche Lebensmittel zu vermeiden. Dazu zählen gereifter Käse (Parmesan, alter Gouda, Cheddar, Schimmelkäse), Rotwein, Sauerkraut, Hülsenfrüchte, Obst (Kiwi, Zitrone, Orange, Erdbeeren oder Himbeeren), Tomaten, Pilze, Meeresfrüchte und vieles mehr.

Kasuistik: Luvos Heilerde imutox bei diarrhöbetonter Histaminintoleranz

Das folgende Fallbeispiel stammt von Dr. med. Michael Radecki, Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, Köln.

Symptomatik

Der Patient leidet seit 8 Jahren täglich und meist mehrmals an Diarrhöen von schleimiger, selten wässriger Konsistenz, auch verbunden mit Bauchkrämpfen. An Tagen mit starken Durchfällen tritt oft ein Hautausschlag auf, der nach Einnahme von Cetirizin rückläufig ist.

Anamnese

Die Durchfälle bedeuten für den Patienten oft 5–7 Entleerungen pro Tag mit plötzlichem wie auch heftigem Stuhldrang, wodurch er sich im Berufs- und Privatleben massiv beeinträchtigt fühlt. Intervallfasten bringt bei komplettem Nahrungsverzicht ab 18 Uhr Linderung.

Symptomfreie Intervalle waren vor allem auch mit Phasen sportlicher Aktivität assoziiert. Ein eindeutiger Zusammenhang mit dem Verzehr bestimmter Lebensmittel ließ sich nicht feststellen. Wein, ein histaminreiches Getränk, verschlimmerte die Symptome.

Untersuchungen und Diagnose

Auf Basis dieser Vorgeschichte wurde eine Blutuntersuchung veranlasst, insbesondere um auch die Versorgung mit Mineralien und Vitaminen zu überprüfen, die als Folge von Diäten und Durchfällen vermindert sein kann. Auch ein Malabsorptionssyndrom sollte ausgeschlossen werden. Der Patient wurde über das Krankheitsbild der Histaminintoleranz als wahrscheinlichem Auslöser seiner Beschwerden und der chronischen Darmreizung aufgeklärt sowie darüber, dass kein beweisender Labortest für diese Diagnose verfügbar ist.

Therapie

Bis zur nächsten Konsultation zwecks Besprechung der Laborbefunde erhielt er die Empfehlung, zur „Beruhigung der Darmschleimhaut“ Luvos Heilerde imutox (3 × pro Woche 1 TL zum Abendessen) einzunehmen. Bei der nächsten Konsultation 7 Wochen später berichtete der Patient über eine deutliche Besserung der Symptomatik, die Stuhlfrequenz sei auf 2–3 × pro Tag zurückgegangen.

Zur Unterstützung der Darmsanierung bekam der Patient daraufhin die Empfehlung für die Einnahme eines Probiotikums. Unter der langfristigen Therapie konnte eine deutliche und nachhaltige Besserung der Symptomatik erhoben werden. Es traten kaum noch Diarrhöen auf.

Steckbrief Luvos Heilerde imutox

Luvos Heilerde wird in Deutschland aus eiszeitlichem Löss gewonnen. Sie weist eine einzigartige natürliche Zusammensetzung aus wertvollen Mineralien und Spurenelementen auf. Durch natürliche Windsichtung (Trennverfahren von Partikeln) und spezifische Selektion besitzt der für Luvos Heilerde imutox verwendete Löss besondere Bindungseigenschaften. Das Naturprodukt ist frei von chemischen Zusätzen und wird mit modernster Technik aufbereitet. Die Heilerde wird bei 130 °C getrocknet, um keimfrei zu sein. Anschließend wird die Heilerde nach einem speziellen Verfahren vermahlen und gesiebt. So erhält sie eine große Oberfläche und kann Histamin sowie andere biogene Amine aus der Nahrung binden. Zudem kann der gereizte Darm beruhigt werden.

Beim Experten nachgefragt

Prof. Dr. med. Martin Raithel, Klinikleitung Malteser Waldkrankenhaus, Erlangen, ist Experte bei gastroenterologischen Erkrankungen. Hier äußert er sich zum Benefit von Heilerde bei Histamin-Unverträglichkeit.

Welchen Einfluss hat Luvos Heilerde bei Histaminunverträglichkeit in Kombination mit Reizdarmsyndrom?

Prof. Dr. med. Martin Raithel: Wir wissen aus Bindungsstudien in vitro, dass die Heilerde eine sehr starke Bindungsfähigkeit versus Histamin aufweist. Die Heilerde legt sich auf die Schleimhaut im Darm und hat einen mikrobiomschützenden Effekt. Auch andere Toxine wie das Herbizid Glyphosat, das sehr häufig in der Landwirtschaft eingesetzt wird, kann Störungen des Darmmikrobioms triggern. Veganer, Vegetarier und Menschen, die fokussiert pflanzliche Lebensmittel verzehren, können von der oralen Einnahme profitieren.

Verträgt sich Heilerde mit anderen Medikamenten?

Ja, aber es ist ein besonderer Einnahmeabstand zu anderen Medikamenten zu berücksichtigen, damit diese nicht von der Heilerde gebunden werden können.

Aktuell läuft eine Studie an Ihrem Institut zu Histaminunverträglichkeit, Reizdarm und Nahrungsmittelallergien. Haben Sie schon Zwischenergebnisse?

Die Studie ist verblindet, wobei an 61 Patientinnen und Patienten Luvos Heilerde gegen ein Placebopräparat getestet wird. Die Messergebnisse liegen leider noch nicht vor.

Prof. Dr. med. Martin Raithel, Jahrgang 1963, ist Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Allergologie, Gesundheitsökonom (EBS), Interventionelle Endoskopie und Ernährungsmedizin (BLAEK). Seit 2015 ist er Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 im Malteser Waldkrankenhaus Erlangen. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Er gilt als Experte in seinen Fachgebieten, ist Referent auf nationalen und internationalen Kongressen und Autor zahlreicher medizinischer Fachbücher.

Apothekerin Elke Engels ist eine erfahrene Medizinjournalistin, Buchautorin und Verlagsfachfrau. Sie wurde von der Deutschen Hochdruckliga mit dem Preis für Medizinpublizistik ausgezeichnet. Elke Engels leitet ein Redaktionsbüro und betreut viele Fachverlage im Bereich Medizin und Pharmazie. Als Business Coach hält sie bundesweit medizinische Seminare und Workshops ab.

Interessenkonflikte: Martin Raithel gibt Honorare für wissenschaftliche Beratung, Vortragstätigkeit, Studienplanung und Durchführung von Luvos Heilerde GmbH und Mast Cell Sciences an. Elke Engels gibt an, dass kein Interessenkonflikt vorliegt.

  1. Krammer H, Bluhm M, Niesler B. Reizdarmsyndrom. Coloproctology 2012; 34: 157-166
  2. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Hrsg. Update S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. AWMF-Registriernummer. 021/016; 2021
  3. Mokhtare M, Asadipanah M, Bahardoust M. et al. Wirksamkeit der Ergänzung von Mebeverin durch Luvos Heilerde zur Verbesserung der Symptome und Lebensqualität von Patienten mit durchfalldominantem Reizdarmsyndrom. Biomed Forsch Ther 2018; 5 (10) 2776-2783
  4. Raithel M. Effects of healing earth in vitro and in vivo with regard to histamine binding and reduction of histamine mediated symptoms – A promising approach for histamine intolerance syndrome (HIS) and irritable bowel syndrome. United Eur Gastroenterol J 2020 (8) 

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