PhytotherapieArgania spinosa (L.) Skeels, der Arganbaum

Das Öl aus Arganfrüchten enthält Triglyceride, Tocopherole und Phytosterole, die es als Speiseöl und für Kosmetik geeignet machen. Neue Untersuchungen zeigen gesundheitsfördernde Effekte bei metabolischen Erkrankungen.

Inhalt
Arganbaum in Marokko mit weidenden Ziegen
Maciej/stock.adobe.com
Der Arganbaum ist in Marokko, Algerien, der Westsahara und Mauretanien endemisch.

Reist man nach Marokko, so kommt eigentlich jeder irgendwann mit dem Arganöl, dem „Marokkanischen Gold“, in Kontakt. Das Öl wird auf den Märkten vielfältig beworben und während der Reisen durch das eindrucksvolle Land sieht man immer wieder Arganbäume, auf denen Ziegen weiden. Die Marokkaner bezeichnen den Arganbaum auch als Baum des Lebens.

2021 erkannte die UNESCO den besonderen Wert der Pflanze an und begeht seitdem jährlich am 10. Mai den Internationalen Tag des Arganbaums [1]. Die Gründe für die Wertschätzung dieses Baumes auch als Heilpflanze sind vielfältig und haben eine lange Tradition, wie die ethnomedizinische Forschung gezeigt hat.

Verbreitung und Botanik

Argania spinosa (L.) Skeels (syn. Argania sideroxylon Roem. & Schult., Sideroxylon spinosum L., Elaeodendron argan Retz.), Arganbaum (syn. Eisenholzbaum) aus der Familie der Sapotaceae ist ein ca. 8 m hoher immergrüner Baum, der als einziger Vertreter der Gattung Argania in Marokko, Algerien, in der Westsahara und in Mauretanien endemisch ist.

Die Krone des Baumes wächst strauchartig und bildet ca. 2–3 cm lange Blätter mit kurzem Blattstiel aus, die wechselständig und lanzettlich angeordnet sind. Diese zeichnen sich zudem durch eine dunkle Oberfläche mit einer helleren Unterseite aus. Der Arganbaum bildet seine ersten Blüten im Frühjahr aus, die charakteristischen Früchte wachsen über den Sommer heran und sind ab September des Folgejahres erntereif. Die Blüten sind weiß oder grün-gelblich und treten meistens ab Mai auf.

Die Arganfrucht, aus der das fette Öl gewonnen wird, ist eine ovale, stiellose falsche Steinfrucht (Beere), die bis zu 4 cm lang wird. Darin enthalten sind 2–3 Samen. Ein einzelner Baum trägt bis zu 8 kg dieser Früchte pro Jahr, die von einem zunächst grünen, später gelblichen Perikarp umgeben sind, das sich nach dem Abfallen der Frucht schwarz verfärbt [2]. Die Äste sind mit Dornen bewehrt, die raue Rinde ist an vielen Stellen eingerissen und bildet so ein schlangenhautartiges Muster [3].

Namensursprung

Etymologisch gesehen entstammt der Name Argan dem aus der Berbersprache entlehnten Wort „arjan“, das sich heute zu „Argan“ oder „arqân“ entwickelt hat. Der Begriff leitet sich wahrscheinlich von „rajnah“ ab, was so viel bedeutet wie „an einem festen Ort verweilen“. Tatsächlich ist der Arganbaum in der Sahararegion ein endemischer Baum. Aber auch die Rückführung auf den Begriff „al-arqân“ scheint logisch, der in der Berbersprache die Blätter des Hennastrauchs (Lawsonia inermis L.) bezeichnet. Diese Droge wird u. a. auch in Marokko als Haarkosmetikum und zur Behandlung von Hautwunden, Hauttrockenheit sowie Altershaut verwendet – und damit gibt es eine gemeinsame traditionelle Verwendung von Henna und Arganöl [2]. Das Epitheton „spinosa“ weist auf die bedornten Zweige und Äste hin.

Historie und Ethnomedizin

Im arabischen Raum ist das Öl der Früchte von A. spinosa seit über 1000 Jahren hochgeschätzt. Aufzeichnungen aus dem 11. Jahrhundert belegen eine gezielte Gewinnung des Arganöls. Die erste Beschreibung des Arganbaums stammt aus dem 13. Jahrhundert von dem ägyptischen Arzt Ibn Al-Baytar. Schon damals trug er verschiedene Namen, wie Baum des Lebens, Eisenbaum, al'argane oder seltener Olivenbaum von Marokko. Im Jahr 1515 beschrieb El Hassan ben Mohamed el Wazzani Ezagyati (bekannt als Jean Leon L'africain) den Baum als eine dornige Art mit fettem Öl. 1737 ordnete Linné den Arganbaum zunächst unter dem Namen Sideroxylon spinosum L. in die Gattung Rhamnus ein, 1819 schuf Roem die Gattung Argania mit dem Monotypus Argania spinosa.

Bereits im frühen Mittelalter wurden die reifen Steinfrüchte mit der harten Schale an Nutztiere, v. a. Ziegen verfüttert, die das Fruchtfleisch verzehrten und die Samen danach wieder ausschieden. Diese wurden anschließend geröstet, um daraus in aufwendiger Handarbeit mit Mahlsteinen das kostbare Öl zu gewinnen. Seit dieser Zeit bis heute wird das Arganöl nicht nur als wohlschmeckendes Speiseöl in der Küche, sondern auch als Haarpflegemittel geschätzt [3].

Ethnomedizinische Studien haben gezeigt, dass das Arganöl (syn. Arganiaöl, Eisenholzsamenöl), Oleum Arganiae, traditionell bei Taubheit, chronischen Ohrenschmerzen und zur Straffung des Unterleibs oral verabreicht wurde. Lokale Anwendungen umfassten die Salbung der Haare, die Behandlung von trockener und faltiger sowie rissiger Haut, bei Akne und Verbrennungen.

Aber auch bei Ekzemen, Varizellen oder Dermatosen und zur Vorbeugung von Dehnungsstreifen bei schwangeren Frauen wurde das Öl genutzt. Außerdem wird es für die Zubereitung von „almandaq“ verwendet, einem Stärkungsmittel aus Grieß, Gerste und Arganöl, das vor allem für Kinder zubereitet wurde [2].

In der marokkanischen Volksmedizin werden bis heute fast alle Teile von A. spinosa zur Behandlung von Krankheiten verwendet. Das Öl nutzt man bei Rheuma und zur Heilung von Verbrennungen. Es wird auch als Aphrodisiakum eingesetzt und soll die Spermatogenese aktivieren. Ein Aufguss aus den Blättern wird getrunken, um Gastritis, Durchfall, Fieber und Kopfschmerzen zu behandeln. Das Fruchtfleisch der Arganfrucht dient zur Behandlung von Urtikaria und Kopfschuppen, kann aber auch zum Gerben verwendet werden. Die Paste aus den geriebenen Samen wird bei schuppiger Kopfhaut, Haarausfall, Ekzemen und Urtikaria zur lokalen Behandlung eingesetzt. Zubereitungen aus der Wurzel nutzt man bei Diabetes und Reizdarmsyndrom [4].

Besondere Bedeutung hat bis heute das Arganöl, das mit zunehmendem Bekanntheitsgrad zu einem wertvollen Exportgut wurde. Das Holz eignet sich wegen seiner Festigkeit gut für die Möbelherstellung und als Bauholz, wird aber auch als Brennstoff benutzt. Der Arganbaum und die daraus hergestellten Produkte sind heute für Marokko von hoher ökonomischer Relevanz, nicht nur als Exportgüter, sondern auch wegen der damit geschaffenen Arbeitsplätze, von denen insbesondere Frauen profitieren. Die Arganwälder, die auch als Ziegenweiden dienen, sind bei vielen Touristen ein beliebtes Ausflugsziel.

Phytochemie

Das Fruchtfleisch der Arganfrüchte enthält u. a. ätherisches Öl mit Resorcinol, Campher und 1,8-Cineol sowie weiterhin Catechine, Flavonoide (u. a. Quercetin, Rhamnetin-O-rutinosid, Isorhoifolin, Hesperidin, Hyperosid, Isoquercetin, Naringenin-7-O-glucosid, Quercetin-3-O-arabinosid, Naringenin), Kaffeesäureester und Gallussäurederivate [5]. Als neue Naturstoffklasse wurden hier erstmals die Arganimide und Argaminoline, wie Arganimid A nachgewiesen [6]. Die unverseifbare Fraktion der Arganfrüchte enthält eine Vielzahl weiterer Komponenten, wie die Triterpene Erythrodiol, Lupeol, α- und β-Amyrin, Taraxasterol, ψ-Taraxasterol, Betulinaldehyd und Betulin [7][8].

Das aus den Samen gewonnene Arganöl enthält Triglyceride mit ungesättigter Ölsäure und Linolsäure sowie gesättigte Fettsäuren wie Palmitin- oder Stearinsäure. Zudem wurden Phytosterole wie Schottenol, Spinasterol, Stigmastenol, Campesterol und ein hoher Anteil an Triterpenen und Triterpenalkoholen, u. a. Amyrin, Lupeol, Tirucallol, Butyrospermol sowie Squalen nachgewiesen. Außerdem enthält das Öl Tocopherole, insbesondere in der γ-Form. Im Arganöl (kalt gepresst, „virgin“-Qualität) sind darüber hinaus Antioxidantien wie Melatonin und Coenzym Q10 vorhanden. Obwohl der Polyphenolgehalt im Arganöl unter 5 mg/kg Öl beträgt und damit im Vergleich zum Olivenöl mit 793 mg/kg sehr gering ist, besitzt dieses Öl einen besonderen ernährungsphysiologischen Stellenwert.

Die spezifische Zusammensetzung des Arganöls mit seinem hohen Gehalt an den Phytosterolen Schottenol und Spinasterol, Tocopherol, Squalen und Ölsäure soll eine krebsvorbeugende Wirkung der marokkanischen Ernährung begründen [9][10]. Der Presskuchen der Samen enthält eine Mischung verschiedener Saponine, die sog. Arganine mit den Aglyka Protobassinsäure oder 16-α Hydroxyprotobassinsäure [11].

Pharmakologische Untersuchungen

In-vitro-Tests

In-vitro-Untersuchungen mit den in A. spinosa vorhandenen Phytosterolen wie Schottenol und Spinasterol zeigen, dass sie als Liganden des Liver X receptor (LXR) die Cholesterolhomöostase modulieren können [12]. Nach LXR-Aktivierung wird die Expression des ABCA1- und des ABCG1- Gens verstärkt, beide sind am Cholesteroltransport beteiligt und könnten nach Ansicht der Studienautoren für die Therapie neurodegenerativer Krankheiten relevant sein [13]. Beide Phytosterole reduzierten in Mikroglia-BV2-Zellkulturversuchen oxidativen Stress durch Hemmung der Produktion reaktiver Sauerstoffspezies und Expression von proinflammatorischen Zytokinen, wie IL-1β und TNF-α. Diese Ergebnisse stützen damit experimentelle Hinweise auf eine neuroprotektive Wirkung [14].

In-vivo-Tests

Tierexperimentelle Untersuchungen an Ratten mit induzierter Hyperlipoproteinämie konnten nachweisen, dass Tiere, die mit 1 ml Arganöl pro 100 g Körpergewicht gefüttert wurden, eine signifikante Senkung der Plasmakonzentration an Triglyceriden, Gesamtcholesterol und LDL zeigten. Ebenso kam es zu einer moderaten Reduktion des Körpergewichts [15].

Auch Untersuchungen zur blutdrucksenkenden Wirkung von Arganöl verweisen auf protektive Effekte: Die orale Anwendung des Öls führte bei spontan hypertensiven Ratten zu einer signifikanten Blutdrucksenkung, die mit der antioxidativen Wirksamkeit des Arganöls begründet wurde [16].

Tierexperimentelle Studien an verschiedenen Mausmodellen zeigen eine entzündungshemmende Wirkung ethanolischer Extrakte aus den Fruchtschalen. Dabei wurde festgestellt, dass insbesondere die enthaltenen Polyphenole, also v. a. Flavonoide und Flavanole, für die Hemmung proinflammatorischer Enzyme und die Reduktion der Produktion von proinflammatorischen Zytokinen verantwortlich sind [17].

Wässrige Extrakte aus den Arganfrüchten wirken blutzuckersenkend bei Ratten mit Streptozotocin-induziertem Diabetes, einhergehend mit cholesterolsenkenden und antioxidativen Effekten. Als dafür verantwortliche Inhaltsstoffe werden die nachgewiesenen Polyphenole diskutiert [18].

Humanstudien

Klinische Untersuchungen wurden bisher nur im Rahmen der topischen Anwendung von Zubereitungen mit Arganöl publiziert. In einer Studie mit 29 jugendlichen Patienten im Alter von 2–15 Jahren wurde der Effekt einer Creme aus Arganöl, Sheanussextrakt und Treberwachs aus Gerstenmalz im Vergleich zu einer 1%igen Hydrocortisoncreme zur Behandlung von atopischer Dermatitis untersucht. Hierbei wurde jeweils eine Körperhälfte der Probanden mit je einer der Cremes 2× täglich über 4 Wochen behandelt. Beide Behandlungen führten zu einer vergleichbaren Symptomverbesserung ohne signifikante Unterschiede. Allerdings zeigten die mit Arganöl-Zubereitung behandelten Körperstellen eher eine Tendenz zur Remission im Vergleich zur Hydrocortisoncreme [19].

Eine ähnliche Studie mit einer Lotion komplexerer Zusammensetzung aus Arganöl, Sheanussextrakt, Treberwachs aus Gerstenmalz, Aloe-vera-Gel, Tapiokastärke, Hagebuttenöl und Allantoin wurde zur Verträglichkeit und Wirksamkeit bei Intertrigo, einer entzündlichen Hautfaltenerkrankung, durchgeführt. Auch hier diente als Vergleich eine 1%ige Hydrocortisoncreme. An dieser randomisierten, doppelblinden Studie nahmen 40 Intertrigo-Patienten teil. 20 Patienten trugen zweimal täglich eine adsorbierende Lotion auf, während die übrigen Patienten die 1%ige Hydrocortisoncreme verwendeten. Die Wirksamkeit, verschiedene biophysikalische Messungen an der Haut, die Hautverträglichkeit und die Ergebnisse der visuellen Analogskala (VAS) zur Patientenzufriedenheit wurden zu Studienbeginn und nach 2 Wochen Behandlung bewertet. Die Lotion mit Arganöl zeigte eine signifikant höhere Reduktion des Juckreizes und tendenziell eine bessere Heilungsrate als die Behandlung mit dem Kortikosteroid. Die Verringerung des Erythemgrades und die VAS-Patientenzufriedenheitswerte zeigten keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Arganöl-Lotion und Hydrocortisoncreme. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen oder überlagernde Infektionen beobachtet [20].

In einer weiteren RCT-Studie wurde die Wirkung des täglichen Konsums per os und/oder die topische Anwendung von Arganöl auf die Hautelastizität bei postmenopausalen Frauen untersucht. Durch den Rückgang der Östrogensekretion in den Wechseljahren kommt es zu einer Abnahme der für die Hautalterung charakteristischen Hautelastizität. 60 postmenopausale Frauen aßen während eines Stabilisierungszeitraums Butter als Nahrungsfett und wurden für den Interventionszeitraum nach dem Zufallsprinzip in 2 Gruppen eingeteilt: Die Behandlungsgruppe (n = 30) erhielt Arganöl als Nahrungsergänzung, die Kontrollgruppe (ebenfalls n = 30) Olivenöl, und in beiden Gruppen wurde über einen Zeitraum von 60 Tagen kosmetisches Arganöl auf den linken Unterarm aufgetragen. Die Parameter der Hautelastizität wurden an beiden Unterarmen der beiden Gruppen bei 3 Besuchen ermittelt: vor Beginn des Ölkonsums und der Ölanwendung sowie nach 30 und nach 60 Tagen des Ölkonsums und der Ölanwendung. Der Verzehr von Arganöl als auch die kosmetische Anwendung führten zu einer signifikanten Erhöhung der Hautelastizität. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der tägliche Verzehr und/oder die topische Anwendung von Arganöl eine Anti-Aging-Wirkung auf die Haut hat, die sich in einer Verbesserung der Hautelastizität zeigt [21].

Kosmetische Bedeutung

In der Kosmetik wird Arganöl mit langer Tradition genutzt und genießt hohes Ansehen. Als Gesichtsöl oder -creme pflegt es trockene Haut und soll entzündungshemmend bei Akne wirken. Aufgrund des Vitamin-E-Gehaltes wird es auch sogenannten Anti-Aging-Produkten als Oxidationsschutz zugesetzt [21]. Auch Haarkosmetikprodukte werden gerne mit dem Öl angereichert, insbesondere zur Pflege von trockenen Haaren. Viele Nagelöle enthalten ebenfalls Arganöl zur Stärkung von brüchigen Nägeln und zur feuchtigkeitsspendenden Nagelhautpflege [22].

Toxizität

Die Fütterung von Mäusen über 28 Tage mit einem ethanolischen Extrakt aus den Fruchtschalen ergab, dass die LD50 größer als 5000 mg/kg Körpergewicht war. Es wurde keine signifikante Veränderung des Körper- und der Organgewichte im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt [17].

In einer französischen Studie an Ratten und Mäusen, denen ein wässriger Extrakt der Saponine (Arganine) aus den Arganfrüchten oral und intraperitoneal (i.p.) appliziert wurde, wurde eine LD50 von 79 mg/kg i.p. und 1300 mg/kg bei oraler Einnahme ermittelt. Bei einer peroralen Applikation von 100 und 200 mg/kg über 3 Monate wurde neben einer Absenkung des Blutzuckers eine pathologische Erhöhung der Kreatininwerte durch fokale Veränderungen an den Nierentubuli festgestellt, aber keine Lebertoxizität. Die hämatologischen Parameter blieben während der Behandlung unverändert [23].

Damit zeigen die wenigen publizierten Untersuchungen zur akuten und chronischen Toxizität von Zubereitungen aus den Früchten von Argania spinosa eine vergleichsweise geringe Toxizität und die Sicherheit bei der topischen Anwendung und dem Verzehr entsprechender Zubereitungen sollte gegeben sein.

Fazit

Der in der traditionellen Heilkunde Marokkos fest etablierte Arganbaum mit dem Arganöl und weiteren Zubereitungen aus den Früchten erfährt seit Anfang der 2000er-Jahre eine intensivere wissenschaftliche Bearbeitung, wie bei einer PubMed-Recherche ersichtlich ist.

Im Mittelpunkt stehen dabei die mögliche Nutzung bei Stoffwechselerkrankungen, wie dem metabolischen Syndrom mit seinen verschiedenen pathologischen Aspekten sowie dermatologische Einsatzgebiete. Die komplexe Zusammensetzung des Öls und der Fruchtschalenextrakte mag die Ursache für Multi-Target-Effekte dieser Zubereitungen sein, die ihnen den Weg aus der traditionellen Volksheilkunde in eine wissenschaftsbasierte Phytotherapie ebnen könnten.

Prof. Dr. Dr. h. c. Matthias F. Melzig, Freie Universität Berlin, Institut für Pharmazie

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

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