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Die 1 bis 2 Meter hochwachsende Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa (L.) Nutt.) stammt aus Nordamerika und wächst mittlerweile auch in Europa und Nordasien an Waldrändern, Hecken und Böschungen. Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen und hat ihren Namen von den traubenartigen länglichen, kerzenähnlichen Blütenständen mit kleinen weißen Blüten. Zur Arzneimittelherstellung wird nur die Wurzel verwendet. In Amerika wurde sie getrocknet und als Tee zur Schmerzlinderung und Krampflösung und vornehmlich zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden eingenommen.
Traubensilberkerze lindert Wechseljahresbeschwerden wahrscheinlich durch Nachahmung von Neurotransmittern. Lange hat man angenommen, dass sie deswegen auch eine östrogene Wirkung haben muss. Dies konnte aber widerlegt werden: Traubensilberkerze hat keinen Einfluss auf die Spiegel der weiblichen Hormone LH, FSH, Prolaktin oder Östradiol.
Damit kann Traubensilberkerze für Frauen mit gynäkologischen Tumoren eine Option darstellen, ihre z.T. starken, durch die Einnahme von östrogensenkenden Medikamenten hervorgerufenen Beschwerden zu lindern. In der im September 2021 veröffentlichten weltweit ersten “S3 Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen” wurde daher auch folgende Empfehlung auf Seite 382 formuliert: „Es liegen Daten aus RCTs zur Wirksamkeit von Cimicifuga racemosa zur Senkung der therapieassoziierten Morbidität, nämlich menopausaler Symptome wie Hitzewallungen, bei Brustkrebspatientinnen vor. Der Einsatz von Cimicifuga racemosa kann zur Senkung von menopausalen Symptomen wie Hitzewallungen erwogen werden“ [1].
Das Arzneimittel Traubensilberkerze
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat in der 2018 aktualisierten Monografie und dem Beurteilungsbericht die Traubensilberkerze weiterhin als „well-established use“-Arzneimittel zur Behandlung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen zugelassen [2]. Die Zulassung beschränkt sich auf mit Alkohol gewonnene Extrakte aus dem Wurzelstock zur oralen Einnahme. Die als Arzneimittel zugelassenen Zubereitungen müssen ein Drogen-Extrakt-Verhältnis von 5–10:1 oder 4,5–8,5:1 (Auszugsmittel Ethanol) oder 6–11:1 (Auszugsmittel Isopropanol) haben. Und als Arzneimittel unterliegen sie – anders als Nahrungsergänzungsmittel – strengen Produktionsstandards mit Qualitäts-, Wirksamkeits- und Sicherheitsnachweisen.
Als wirksamer Bestandteil wird heute der Gesamtextrakt gesehen, denn die Wirksamkeit von Traubensilberkerze kann keinem spezifischen Inhaltsstoff zugeschreiben werden. Isoliert wurden diverse Saponine (Triterpenglykoside wie Actein), Cimicifugasäuren (Cimifugosid) und Phenolcarbonsäuren, nach deren Gehalt die Extrakte z.T. standardisiert wurden.
Da Traubensilberkerze zur Linderung menopausaler Symptome eingesetzt wird, scheint die Annahme logisch, dass ein oder mehrere Bestandteile phytoöstrogene Aktivität zeigen. Extrakte aus der Traubensilberkerze enthalten jedoch keine Östrogene, hemmen aber über neurotransmitterähnliche Substanzen klimakterische Beschwerden. Dopaminerge Effekte und serotoninbindende Eigenschaften könnten für die Reduktion vasomotorischer und psychischer Symptome unter der Behandlung mit Traubensilberkerzen-Präparaten verantwortlich sein [2] [3].
Traubensilberkerze zur Behandlung von Hitzewallungen und anderen menopausalen Symptomen
Die Wirksamkeit von Traubensilberkerze zur Linderung von Hitzewallungen wird in der aktuellen britischen und deutschen Leitlinie zur Menopause und in der Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelbehörde untersucht und belegt: 2015 wurde eine Netzwerkmetaanalyse im Rahmen der Erstellung der britischen NICE-Leitlinie „Menopause – Clinical Guideline, Methods, Evidence and Recommendations“ [4] angefertigt. In der Analyse ergab sich ein signifikanter Therapieeffekt (Ratio of Means MR<1) von Traubensilberkerze gegenüber Placebo in der Reduktion von Hitzewallungen (MR 0,4; 95%-KI 0,17–0,9). Nicht-orales Östrogen plus Gestagen linderte mit einer Wahrscheinlichkeit von 69,8% vasomotorische Symptome, gefolgt von Traubensilberkerze (14,23%), Tibolon (4,02%) und oralem Östrogen- plus Gestagen (3,73%) [4] [5]. Die 16. Empfehlung in der Leitlinie lautet dann auch: „Erklären Sie den Frauen, dass es Hinweise darauf gibt, dass Isoflavone oder Traubensilberkerze vasomotorische Symptome lindern können […]“ [4].
Die EMA (s. o.) hat in ihrer Beurteilung der Traubensilberkerze [2] alle verfügbaren In-vitro-, In-vivo- und klinischen Daten recherchiert und beurteilt. Für die Wirksamkeit von Traubensilberkerze bei Hitzewallungen bei Gesunden kommt die EMA zu dem Schluss, dass die Nutzen-Risiko-Bewertung positiv ausfällt. Da mögliche Effekte auf hormonsensitives Gewebe nicht ausgeschlossen werden können, sollten Patientinnen mit Brustkrebs oder anderen hormonabhängigen Tumoren Traubensilberkerze nicht ohne medizinischen Rat einnehmen.
In Deutschland wurde 2020 die S3-Leitlinie „Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen“ aktualisiert [6]. Hier wird eine sog. „Kann“-Empfehlung für Traubensilberkerze ausgesprochen, i. e. „Traubensilberkerze kann angewendet werden“.
Wichtig für den Einsatz von Traubensilberkerze ist das Ergebnis einer systematischen Übersichtsarbeit, in der u.a. die diversen Zubereitungen analysiert wurden: Nur klinisch getestete und zugelassene Arzneimittel zeigen Wirksamkeit, nicht jedoch Produkte, wie Nahrungsergänzungsmittel, die Traubensilberkerze enthalten aber keiner Standardisierung unterliegen [7].
Zur Wirksamkeit von Traubensilberkerze liegen noch weitere Studien vor: Eine doppelt verblindete Studie untersuchte Schlafprobleme bei Frauen in der Postmenopause und konnte zeigen, dass eine 6-monatige Einnahme von 20 mg/Tag zu Verbesserungen im Vergleich zu einem Placebo geführt hat. Dies wurde mit objektiver Messung per Polysomnographie nachgewiesen: Der Unterschied für Schlafeffizienz und für ein Aufwachen nach dem Einschlafen war mit p=0,01 bzw. p=0,009 signifikant [8].
Traubensilberkerze führt auch nicht zu einer Gewichtszunahme, was in einer Übersichtsarbeit klargestellt werden konnte [9]. Hierzu wurden Daten von 3827 Teilnehmerinnen aus 31 kontrollierten Studien analysiert, und es ergaben sich keine Unterschiede zwischen den Nutzern von Traubensilberkerze und den Teilnehmerinnen aus den Kontrollgruppen, die keine Traubensilberkerze nutzten.
Die zusätzliche Einnahme von Traubensilberkerze hat offenbar keinen Einfluss auf die Knochendichte oder das Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung nach der Menopause zu erkranken [10].
Traubensilberkerze zur Behandlung von Brustkrebspatientinnen
Ob Brustkrebspatientinnen wirkungsvoll additiv mit Traubensilberkerze behandelt werden können, lässt sich aus den vorhandenen Studiendaten nicht eindeutig klären.
Es gibt nur eine systematische Übersichtsarbeit [11], in der 3 randomisierte und kontrollierte klinische Studien mit insgesamt 353 Patientinnen untersucht werden konnten. Eine der 3 Studien hat 136 Brustkrebspatientinnen vor der Menopause über ein Jahr mit 20mg/Tag Tamoxifen behandelt. Die Hälfte der Patientinnen erhielt zusätzlich 40 mg/Tag standardisiert hergestellte Traubensilberkerze. Die Traubensilberkerzen-Gruppe zeigte eine deutliche Besserung der Symptomatik gegenüber der Vergleichsgruppe, die nur Tamoxifen einnahm. Von den Teilnehmerinnen hatten nach den 12 Monaten in der reinen Tamoxifen-Gruppe noch alle Teilnehmerinnen Hitzewallen, in der Traubensilberkerze+Tamoxifen-Gruppe dagegen nur 46,7%. Unter starken Hitzewallungen litten in der reinen Tamoxifen-Gruppe sogar 73,9%, in der Gruppe mit der Kombination dagegen nur 24,4% [12].
Die Studiendauer der beiden anderen Studien war sehr kurz, und die Ergebnisse nach ein- bzw. zweimonatiger Einnahme von Traubensilberkerze zeigten keine Überlegenheit gegenüber einem Placebo bzgl. der Reduktion von Hitzewallungen [13] [14]. In einer der beiden Studien fand sich jedoch in der Traubensilberkerzengruppe eine signifikant stärkere Reduktion von Schweißausbrüchen im Vergleich zu Placebo [13].
In einer 2019 veröffentlichten Studie waren 85 Brustkrebspatientinnen vor der Menopause unter LHRH (Lutenizing Hormone Releasing Hormone)-Analoga zur Hälfte zusätzlich mit Traubensilberkerze behandelt worden. In der zusätzlich mit Traubensilberkerze behandelten Gruppe konnten die klimakterischen Beschwerden (gemessen mit dem Kupperman Index) im Vergleich zu den nur mit Analoga Behandelten signifikant gesenkt werden [15].
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit schloss neben klinischen Studien auch Beobachtungsstudien an Brustkrebspatientinnen ein. Bei den Beobachtungsstudien sanken die klimakterischen Beschwerden oder die Frequenz und Schwere der Hitzewallungen signifikant mit Hilfe von Traubensilberkerze [16]. Die Autoren vermuten, dass die im Vergleich zu den klinischen Studien besseren Ergebnisse in den Beobachtungsstudien u. a. auf höhere Dosierungen von Traubensilberkerze zurückzuführen sein könnten.
Neben- und Wechselwirkungen
Die Daten zur Sicherheit von Traubensilberkerze beziehen sich vornehmlich auf gesunde Frauen mit natürlicher Menopause. Daher rät die EMA in ihrem Bericht (s.o.) dringend, dass Brustkrebspatientinnen Traubensilberkerze nur unter ärztlicher Begleitung einnehmen sollten [2].
Zwei Übersichtsarbeiten mit Daten zu ca. 6000 Patientinnen (teilweise mit Überschneidungen) ergaben durch die Einnahme von Traubensilberkerze keine Veränderungen des Östrogenspiegels in Prä-Post-Messungen und im Vergleich zu Patientinnen ohne Traubensilberkerzeneinnahme. Traubensilberkerze führte auch nicht zu Veränderungen der Endometriumdicke und/oder Dichte des Brustgewebes [11] [17]. In 5 Studien wurden auch die Leberwerte unter Traubensilberkerze kontrolliert, die unverändert blieben.
Nebenwirkungen sind durch die Einnahme von Traubensilberkerze kaum zu erwarten, in 11 klinischen Studien und 3 Postmarketing-Studien gab es zwischen 0 und 12% v. a. gastrointestinale und muskuloskelettale unerwünschte Ereignisse.
Diese Ergebnisse wurden durch 2 neuere Datenanalysen bestätigt, die sowohl die Daten der älteren Studien als auch neue Studiendaten – insgesamt Daten von ca. 14.500 Teilnehmern – aufnehmen konnten [7] [18].
Auch bei hochdosierter Traubensilberkerze ergeben sich keine Änderungen der Aktivität der Enzymsysteme Cytochrom P450 3A4 und P450 2D6, die an der Verstoffwechselung von Tamoxifen wesentlich beteiligt sind [19].
Interaktionen mit Tamoxifen konnten in klinischen Studien ebenfalls nicht nachgewiesen werden [2]. Im Gegenteil, es gibt eine große deutsche Kohortenstudie, bei der knapp 19.000 Brustkrebspatientinnen retrospektiv im Schnitt 3,6 Jahre beobachtet worden waren [19]. 1102 dieser Patientinnen nahmen Traubensilberkerze (standardisiert als Arzneimittel hergestellt), 35,8% dieser Patientinnen nahmen zudem Tamoxifen ein. Von den anderen Patientinnen, die Traubensilberkerze nicht nutzten, nahmen nur 24% Tamoxifen. Zwei Jahre nach Erstdiagnose hatte sich bei 14% der Patientinnen unter Tamoxifen, aber ohne Traubensilberkerze ein Rezidiv entwickelt. Bei den Traubensilberkerzennutzerinnen unter Tamoxifen wurde dieser Prozentsatz erst nach 6,5 Jahren erreicht. Adjustiert für Alter und Tamoxifen-Einnahme nahm das Rezidivrisiko für die Nutzer von Traubensilberkerze um 25% ab (Hazard Ratio 0,75 95%-KI 0,63–0,90, p=0,002). Diese Daten sprechen also dafür, dass Traubensilberkerze die Wirkung von Tamoxifen nicht negativ beeinflusst, möglicherweise sogar das Rezidiv-Risiko senkt (für eine eindeutige Aussage muss ein anderes Studiendesign Anwendung finden) [20].
Einige Einzelfälle von Hepatotoxizität führten zu einer Warnung gegenüber Traubensilberkerze. 69 Fallberichte zu angeblicher Lebertoxizität wurden untersucht, die so schlecht dargelegt sind, dass kaum Rückschlüsse möglich waren. Zudem lagen in sämtlichen Fällen weitere Störfaktoren (z. B. Alkoholkonsum, Komedikation und Komorbidität etc.) vor [21]. Die Analyse von 1020 Patientendaten, die täglich zwischen 40–128mg bis zu 6 Monate eingenommen hatten, ergab keinen Unterschied zu den Leberwerten (Aspartat- und Alanin-Aminotransferase) der Kontrollgruppen, die keine Traubensilberkerze eingenommen hatten [22].
Lange Zeit vermutete man eine phytoöstrogene Wirkung von Traubensilberkerze. Dies konnte in den letzten Jahren durch Studien widerlegt werden:
Eine In-vitro-Studie untersuchte, ob Traubensilberkerze mit dem Östrogenrezeptor-alpha (ERα) interagiert [23]. Je nach Konzentration regulierte Traubensilberkerze ERα und Progesteronrezeptoren nach unten und führte zur Abnahme der Lebensfähigkeit von Brustkrebszellen. Daraus wurde gefolgert, dass Traubensilberkerze ein Fortschreiten oder sogar die Entstehung von Brustkrebs verhindern könne.
Weitere Daten erfasst eine aktuelle Übersichtsarbeit: In 3 Studien hat Traubensilberkerze zu keiner Proliferation bei ERα -positiven MCF-7-Brustkrebszellen geführt. In 4 Studien hat Traubensilberkerze die Proliferation gehemmt und die Wirkung von Tamoxifen verstärkt.
In den In-vivo-Studien beeinflusste Traubensilberkerze nicht das Wachstum von Brusttumoren. In einer der Studien zeigte sich sogar ein Trend zu reduziertem Tumorwachstum. Die additive Gabe von Traubensilberkerze zu Tamoxifen erhöhte den Anteil tumorfreier Ratten von 20 auf 50% und reduzierte die individuelle Tumorlast um 50%.
Im Brustgewebe gesunder Frauen inhibierte Traubensilberkerze die Steroid-Sulfatase, die für die lokale Produktion von Estron und Estradiol verantwortlich ist. Weitere Gen-Untersuchungen zeigten direkte anti-östrogene Effekte durch Traubensilberkerze [16].
Fazit
Die S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen empfiehlt zur Linderung von Hitzewallungen für Brustkrebspatientinnen, dass der Einsatz von Traubensilberkerze erwogen werden kann. Damit ist die Traubensilberkerze eine der ganz wenigen pflanzlichen Arzneien, die in der Onkologie zum Einsatz kommen können, um Nebenwirkungen zu mindern.
Auch wenn nur wenige Daten für Brustkrebs vorliegen und Studien zu Hitzewallungen bei Frauen in der natürlichen Menopause oft klein und von geringer Studienqualität sind, so liegen doch gleichzeitig ausreichend Daten vor, die die Sicherheit der Einnahme von Traubensilberkerze belegen können.
- Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft DK, AWMF). S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen. Langversion 1.1 – September 2021. AWMF-Registernummer: 032/055OL. www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Komplement%C3%A4r/Version_1/LL_Komplement%C3%A4r_Langversion_1.1.pdf [Zugegriffen: 12.01.2022]
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Autorin
Dr. Petra Klose
Interessenkonflikt: Die Autorin erklärt, dass bei der Erstellung des Beitrages keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors bestanden.



