
Das Klinikum Nürnberg und die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) suchen Teilnehmende für eine Studie: Hilft Kunsttherapie bei der Bewältigung der Post-Covid-Fatigue?
In der Nürnberger Klinik werden seit 2022 Patient*innen mit Post-Covid-bedingter Fatigue und psychosozialen Belastungen infolge einer Corona-Infektion behandelt. Seit Oktober 2025 fördert das Bundesgesundheitsministerium die Klinik – eine Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) –, um die Versorgung von Menschen mit Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung durch Forschung zu verbessern. Dank zusätzlicher Fördermittel der Staedtler-Stiftung Nürnberg untersucht die Klinik jetzt, ob eine ambulante achtsamkeitsbasierte Kunsttherapie Erschöpfungssymptome und Konzentrationsstörungen lindern kann.
Wer kann teilnehmen?
An der Studie „MALT! II“ können Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren teilnehmen, die an Post-Covid leiden und bei denen Fatigue oder ein chronisches Fatigue-Syndrom im Vordergrund steht. Voraussetzung sind ausreichende Deutschkenntnisse und die Möglichkeit, regelmäßig das Klinikum Nürnberg aufzusuchen. Der Studienzeitraum soll im März 2026 starten.
Kunsttherapie über 10 Wochen
Zu Beginn und am Ende der Behandlungsstudie erfolgen medizinische und psychologische Untersuchungen. Dazu gehören Blut- und Haarproben, Messungen von Blutdruck und Puls sowie Fragebögen zu Beschwerden, Belastungen und Wohlbefinden.
Die Teilnehmenden werden per Zufall in 2 Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe nimmt 10 Wochen lang wöchentlich an einer angeleiteten Kunsttherapie teil, die Achtsamkeit, Wahrnehmung und kreatives Arbeiten kombiniert. Zum Einsatz kommen in den 90- bis 120-minütigen Sitzungen beispielsweise Pinsel und Farben ebenso wie Ton oder Papier. Die Einheiten finden auf dem Campus Nord des Klinikums Nürnberg statt. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Die zweite Gruppe wartet zunächst und erhält einige Monate später auch die Möglichkeit zur Therapie.
Chefärztin Prof. Christiane Waller erklärt den wissenschaftlichen Ansatz zur neuen Studie: “Kunsttherapie wirkt stressreduzierend und fokussierend. Wir wissen, dass Kunsttherapie bei chronischen körperlichen Erkrankungen Erschöpfungssymptome lindern kann. Wir denken, dass das auch bei der Post-Covid-Erkrankung so sein könnte.”
Info und Anmeldung
- Kontakt: Interessierte können sich unverbindlich per E-Mail an psychosomatik_forschung@klinikum-nuernberg.de wenden.
- Die Teilnahme ist kostenfrei, alle Materialien werden gestellt.
- Nach der Studie besteht die Möglichkeit, eine stationäre oder teilstationäre Behandlung in der spezialisierten Post-Covid-Therapieeinheit des Klinikums Nürnberg zu nutzen.
Quelle: Klinikum Nürnberg


