Inhalt

Das Wichtigste in Kürze
- Die Klangschalentherapie wird als Entspannungsverfahren sowohl präventiv als auch kurativ bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt.
- In der Behandlung von Schmerzpatient*innen kann sie insbesondere denjenigen helfen, bei denen andere Entspannungsverfahren bisher erfolglos geblieben sind.
- Studien geben erste Hinweise auf die positiven Effekte der Klangschalentherapie auf das Schmerzlevel, aber auch auf die Herzfrequenz sowie auf die psychische Verfassung.
Die Klinik für Manuelle Therapie Hamm setzt seit mehr als 15 Jahren die Klangschalentherapie als Baustein einer multimodalen Schmerztherapie erfolgreich ein – Erste Studien verdeutlichen die positiven Effekte der Therapie unter anderem auf die Entspannungsfähigkeit und den Schmerzlevel der Betroffenen.
Hintergrund
Im Jahr 1963 gründete Dr. Gottfried Guttmann (1911–1990) in Hamm die Klinik für Manuelle Therapie. Er leitete die Klinik als Pionier der Manuellen Therapie in Deutschland bis 1979. Auch im Anschluss wurde hier bereits früh ein schmerztherapeutisches Konzept entwickelt, welches damals als richtungsweisend und heute als ganzheitlich verstanden wird. Psychologische sowie entspannungstherapeutische Expertise wurde in das multimodale interdisziplinäre Behandlungskonzept integriert. So wuchs die Klinik zur Versorgung Schmerzkranker im ärztlichen, psychologischen, physikalisch-medizinischen, physiotherapeutischen und pflegerischen Bereich auf eine Kapazität von 154 Betten sowie einer teilstationären Behandlung mit 20 Behandlungsplätzen an. Zudem werden hier die Erfahrungen in der Behandlung von Kindern mit Störungen von Bewegungsmustern, z.B. bei spastischen Paresen im Rahmen frühkindlicher Hirnschädigung, vertieft.
Aufnahmeuntersuchung
Am Aufnahmetag erfolgt jeweils eine eingehende Erhebung der Anamnese und Untersuchung durch alle Fachdisziplinen. Hilfreich sind hierbei die im Vorfeld erhobenen Informationen aus dem deutschen Schmerzfragebogen, die mittlerweile komplett digitalisiert und über das Klinikinformationssystem für die digitale Patientenakte zur Verfügung stehen. Nach der Erhebung schmerzrelevanter Ereignisse in der Krankengeschichte folgt die körperliche Untersuchung.
Bei Menschen mit chronischen Schmerzen imponiert meist ein hohes inneres und äußeres Anspannungsniveau. Oft sieht man den Menschen bereits beim Abholen aus dem Wartebereich die Anspannung an: hervortretende Muskeln an Hals und Nacken, ein kontrolliertes, mechanisch wirkendes Gangbild, ohne Harmonie und fließende Bewegung. Bei der körperlichen Untersuchung lässt sich die tatsächliche Beweglichkeit von Schultern, Hüfte oder Knie oft kaum realistisch testen. Jede Bewegung von Arm und Bein wird meist patientenseits geführt, und selbst die Bitte „Versuchen Sie sich einmal für die Untersuchung zu entspannen!“ führt kaum dazu, den Bewegungsradius z.B. der Schulter austesten zu können. Oft hören wir: „Ich habe mich noch nie entspannen können!“ oder es werden Sorgen vor möglichem Schmerz durch die Untersuchung geäußert.
Klangschale zur Erwachsenen-Schmerztherapie
Werden erwachsene Schmerzpatient*innen gefragt, ob sie schon einmal Entspannungsverfahren ausprobiert haben, erhalten wir gerade bei langjährigen und hoch chronifizierten Schmerzsyndromen oft zur Antwort: „Ich habe alles schon ausprobiert, ich kann mich einfach nicht entspannen!“ Verschiedene Techniken werden aufgezählt, die als erfolglos und frustrierend erlebt wurden: Tai Chi, Qi-Gong, progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Autogenes Training oder Yoga. Kein Verfahren sei passend. Oft wird ergänzend berichtet, die Anspannung erhöhe sich beim Üben. Statt Anspannung wie gewünscht zu reduzieren, wird beklagt: „Das macht mich dann erst recht richtig rappelig!“
Wenn in diesen Fällen dann Klangschalentherapie als potenzielles Entspannungsverfahren vorgeschlagen wird, öffnet sich oft eine neue Tür. Viele berichten, dass sie schon einmal von Klangschalentherapie gehört haben, diese jedoch nicht als wertvollen Baustein schmerztherapeutischer Behandlung betrachtet haben. Wenn nun im Kontext einer multimodalen Schmerzbehandlung in einer renommierten Klinik Klangschalentherapie präsentiert wird, erleben wir meist eine der Therapie zuträgliche, neugierig-positive Erwartungshaltung.
Besonderheiten der Klangschalentherapie
Aktuell ist die Klangschalentherapie im klinischen Kontext nur in geringem Maße verbreitet und bietet damit häufig eine Alternative für Menschen, die bereits viele entmutigende Erfahrungen gemacht haben. Als dezentes Therapeutikum vertieft sie die Wahrnehmung. Dadurch, dass sie ein eher passives Verfahren ist, können auch weitgehend immobile oder inaktive Menschen behandelt werden. In diesem Fall sollte die patientenseitige Resonanz als aktiver Prozess thematisiert und betont werden.
Klangschalentherapie eignet sich als unterstützendes Verfahren zur Fokussierung der Sinne auf angenehme Wahrnehmungen.
Gelingt es in der Klangschalentherapie die Aufmerksamkeit auf den Klang zu fokussieren, geschieht damit gleichzeitig eine Ablenkung der Aufmerksamkeit vom Schmerzgeschehen. Dies kann hilfreich sein, um den Teufelskreis zwischen Schmerzerleben und schmerzverschärfenden Gedanken ins Bewusstsein zu rücken und die Möglichkeit, diese zu durchbrechen, erlebbar zu machen.
Setting
Hilfreich für eine wirksame Klangschalentherapie sind einladende Räumlichkeiten, Hilfsmittel für angenehme Körperpositionen während der Therapie sowie ein angenehmes Raumklima. Wie bei Trainings- oder Bewegungstherapien kann es zu Therapiebeginn für einen befristeten Zeitraum hilfreich sein, im Vorfeld der Klangschalentherapie eine Bedarfsmedikation gegen Schmerzen einzunehmen, um die Teilnahme an der Therapie zu erleichtern. Einerseits können sich bereits rasch Erfolgserlebnisse einstellen, andererseits braucht es wie beim Erlernen eines neuen Instrumentes nicht selten mehrere Versuche, bis sich Erfolg einstellt. In jedem Fall lohnen sich weiteres Vertiefen und Üben.
Umsetzung der Klangschalentherapie
Wir nutzen die Klangschalentherapie zur Modulation und Reduktion der Schmerzerfahrung. Dabei soll die Entspannungsfähigkeit gefördert, die Körperwahrnehmung verbessert und eine ausgleichende Wirkung auf das vegetative Nervensystem erreicht werden. Alle genannten Elemente können Stress reduzieren und helfen, Anspannung der Muskulatur wahrzunehmen und diese zunehmend besser in Entspannung zu bringen.
Die offene Gruppenbehandlung mit Klangschalen für Erwachsene findet mit maximal 8 Personen an bis zu 3 Wochentagen für jeweils 60 Minuten statt. Wir haben einen hellen, großzügigen und bewusst spärlich möblierten Raum für die Behandlung gestaltet. Bei wenig Ablenkung gelingt es erfahrungsbasiert leichter, den Fokus auf das eigene Erleben zu richten. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Klangschalentherapie erfolgt die Einladung, eine angenehme Position zu finden. Hierfür stehen Hilfsmittel wie höhenverstellbare Liegen, Matten, Kissen und Decken zur Verfügung. Nach Belieben kann eine sitzende oder liegende Position zur Therapie gewählt werden.
Die Therapie entfaltet sich aus dem Anschlagen verschiedener Klangschalen in sonstiger Stille. Ergänzt wird dies durch kurze therapeutische Impulse, die dazu dienen, das bewusste Erleben zu vertiefen und die Aufmerksamkeit auf angenehme Wahrnehmungen zu lenken. Abgeschlossen wird die Behandlung von einer kurzen Reflexion. Hier wird jedoch darauf geachtet, den Gruppenprozess nicht durch eine zu starke Ausführlichkeit zu strapazieren, sondern vielmehr potenziell therapeutisch wichtige persönliche Erfahrungen in der weiteren Therapie, also in den psychologischen oder ärztlichen Visiten, zu thematisieren.
Klangschale zur Kinder-Schmerztherapie
Die Integration der Klangschalentherapie in die Schmerzbehandlung bei Kindern ist komplex, weswegen hier nur kursorisch darauf eingegangen werden soll. Die Klangschalentherapie wird im Einzelsetting im Patientenzimmer nach Einwilligung der Erziehungsberechtigten eingesetzt. Meist sind diese zumindest zeitweise als Begleitperson anwesend, können die Therapie begleiten und sich so auch für die Gestaltung des Lebensalltags inspirieren lassen.
Kinder reagieren größtenteils sehr positiv: Eine angespannte Muskulatur löst sich, wie auch milde psychovegetative Erregungszustände. Messbar beobachten wir bspw. einen dezenten Abfall der zuvor erhöhten Pulsfrequenz, was die Absenkung eines vorher erhöhten Sympathikotonus nahelegt [1].
Wirkmechanismus
Verschiedene Mechanismen, die über die Klangschalentherapie angesprochen werden können, stehen in der Diskussion [2]. Die Schallwellen der Klangschalengeräusche werden über das Ohr wahrgenommen. Zusätzlich können Tastkörperchen am ganzen Körper an der Wahrnehmung beteiligt sein, z.B. beim Auflegen einer Schale auf den Körper. Über die verschiedenen Wege der Wahrnehmung spielen die zentrale Verarbeitung des Wahrgenommenen und die Koaktivierung des limbischen Systems eine zentrale Rolle. Auch wenn vieles noch nicht abschließend geklärt ist, scheint die Wirkung auf das vegetative Nervensystem ein wesentlicher Bestandteil des Entspannungseffekts zu sein.
Vegetatives Nervensystem
Im Folgenden werden bildliche Metaphern genutzt, die sich bei der Erklärung für Patient*innen bewährt haben, um die komplexen Zusammenhänge des Vegetativums zu verdeutlichen.
Das vegetative Nervensystem regelt autonom Prozesse des Körpers. Es ist evolutionär so alt, dass jedes Säugetier über ein vegetatives Nervensystem verfügt, das sich in Sympathikus und Parasympathikus aufteilt. So wären Kaninchen voraussichtlich längst ausgestorben, hätten sie nicht den Sympathikus, der in Gefahrensituationen Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol als Stressantwort freisetzt. Denn dieser ermöglicht es den Tieren, reflexartig die Flucht ergreifen können, wenn sie z. B. einer Schlange begegnen. Müsste das Kaninchen erst überlegen, welches Fluchtprogramm es in der Kaninchenschule gelernt hatte, und dieses dann Schritt für Schritt ausführen – 1. Pulsfrequenz steigern, 2. Blutdruck steigern, 3. Muskulatur gut durchbluten, 4. hellwach sein, 5. einen Fluchtweg finden und 6. davonlaufen –, dann wäre es in der Zwischenzeit längst gefressen worden.
Der Stresszustand des Körpers kann jedoch nicht dauerhaft bestehen. Es braucht einen Entspannungsimpuls, um wieder in den Normalzustand zurückzukehren. Um dem Stresstreiber Sympathikus einen Ausgleich entgegenzusetzen, gibt es daher den Parasympathikus. Dieser würde dem Kaninchen vorschlagen: „Da ist gerade keine Schlange, aber da vorne ein dicker, fetter Kohlkopf!“ Dem Parasympathikus folgend, beginnt das Kaninchen zu fressen. Vermittelt durch den Parasympathikus, sinken Puls und Blutdruck, der Blutfluss wird von der Muskulatur zum Magen-Darm-Trakt geleitet. Dort werden nicht nur der Magen, Dünndarm und Dickdarm mit mehr Blut und Sauerstoff versorgt, sondern auch die wichtigen Organe Leber und Niere, die für die Entgiftung und Regeneration eine entscheidende Rolle spielen.
In diesem Kontext wird für schmerzgeplagte Menschen leichter nachvollziehbar, dass ein ausgeglichenes vegetatives Nervensystem hilfreich ist und einen nährenden Charakter hat. Zurück zum Beispiel vom Kaninchen: Das gut regenerierte Kaninchen kann sich erfolgreich vor der Schlange retten und mit Genuss den nächsten Kohl fressen – es bleibt ausgeglichen und gesund.
Selbstbeherrschung
Anders als Kaninchen haben wir Menschen einen freien Willen, der den Ausgleich des vegetativen Nervensystems verkomplizieren kann. Extremes Streben nach Selbstbeherrschung und ein Fokus auf Leistung können zu negativer Konnotation von Ruhe und Pausen führen. Damit besteht die Gefahr, dass mögliche Regenerationszeiten ganz ausgelassen oder durch Planung der nächsten Aktivitäten oder Grübeln gefüllt werden. Dies zieht eine kontinuierliche Aktivierung des Sympathikus nach sich und hat damit ein Ausbleiben wohltuend ausgleichender und regenerierender Aktivierung des Parasympathikus zur Folge.
Über eine starke Willensleistung und exzessive Aktivierung des Sympathikus können wir Menschen über uns hinauswachsen und Aufgaben vollbringen, die fast „übermenschlich“ erscheinen: Wir können einen Marathon, gar einen „Ironman“ meistern oder pausenlos arbeitend das Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme oder auch Schlaf in den Hintergrund treten lassen.
Sympathikus-Überaktivität
Gelingt es nicht, aus der kontinuierlichen (Über-)Aktivierung des Sympathikus herauszufinden, kommt es früher oder später zu einem kritischen Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems. Statt uns zu nähren und auszugleichen, bekommt das vegetative Nervensystem dann einen zunehmend zehrenden Charakter und kann uns weiter schwächen. In diesem Stadium werden wir anfällig für Erkrankungen, wie bspw. Infekte (durch ein dysreguliertes Immunsystem), oder chronifizierte Schmerzen (durch eine Beeinträchtigung des schmerzverarbeitenden Systems). Unserer Erfahrung nach stellt ein unausgeglichenes vegetatives Nervensystem auch einen Risikofaktor für schwerwiegende Erkrankungen wie Burnout, Long Covid sowie eine Myalgische Enzephalomyelitis oder das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) dar.
Das vegetative Nervensystem auszugleichen, ermöglicht Schmerzpatient*innen Erleichterung.
Wissenschaftlich objektivieren und bildlich darstellen lassen sich die vegetative Funktion und somit auch die Funktionsstörung des vegetativen Nervensystems anhand von Herzfrequenzanalysen:
- Während ein ausgeglichenes vegetatives Nervensystem eine hohe Herzfrequenzvariabilität aufweist,
- ist diese bei einer Daueraktivierung des Sympathikus deutlich reduziert.
In der Erklärung der Messergebnisse gilt es zu motivieren: Ausgleichmöglichkeiten des vegetativen Nervensystems sind ein erfolgversprechender, meist neuer Therapieansatz, nicht ein zusätzliches Defizit. Damit fördern wir bei Menschen mit chronischen Schmerzen meist Erleichterung und Hoffnung.
Balance, aber wie?
Ein Ansatz, das vegetative Nervensystem auszugleichen, ist ein bewusstes Einteilen der Kräfte für jede Aufgabe, die der Alltag stellt. Das Einlegen regelmäßiger Pausen beugt dem Erleben von „Jetzt geht nichts mehr!“ vor. Insbesondere die Pausenqualität und die Entspannungsfähigkeit sind hier die wirkungsvollsten Schlüssel. Bei der Klangschalentherapie lassen erste spürbare Therapiefortschritte nicht lange auf sich warten und können durch regelmäßiges Üben immer besser umgesetzt werden. Gerade bei erschwertem Zugang zur Entspannung leistet die Klangschalentherapie erfahrungsgemäß einen wertvollen Beitrag, mit Ruhe wohltuend in Kontakt zu kommen.
Evidenz
Bisher gibt es erst wenige wissenschaftliche Untersuchungen der Effektivität von Klangschalentherapie. Eine PubMed-Recherche mit den Suchbegriffen „Klangschale“ oder „Singing Bowl“ ergibt wenige Literaturhinweise. Bei den durchgeführten Studien sind eine heterogene Umsetzung und unzureichende Standardisierung der Klangschalentherapie die häufigsten Gründe für fehlende Aussagefähigkeit. Systematische Reviews von Stanhope und Weinstein [3] oder Imbriani [4] konnten daher noch keine eindeutige Wirksamkeit der Klangschalentherapie schlussfolgern.
Martin-Saavedra et al. [5] analysierten 85 Studien. Dabei wurde das konkrete Vorgehen bei der Klangschalen-Intervention in nur 48 Studien (56 %) beschrieben. In diesen Studien fanden sich Hinweise darauf, dass der alleinige Einsatz von Klangschalen gegenüber der zusätzlichen Verwendung von Naturgeräuschen, Rhythmusinstrumenten oder Gesang überlegen war.
Weper [6] et al. verglichen Schmerzintensität, Stimmung und andere Parameter zwischen Klangschalentherapie, Placebo-Therapie und Kontrollgruppe mit gewöhnlicher Therapie bei unspezifischen Rückenschmerzen (n = 54). Herzfrequenzanalysen und standardisierte Fragebögen unterschieden sich hierbei signifikant zwischen den Therapiegruppen und der Kontrollgruppe. Therapie- und Placebo-Therapiegruppe unterschieden sich nicht signifikant voneinander.
Goldsby et al. [7] zeigten 2017 positive Effekte der Klangschalentherapie bei Menschen mit chronischen Schmerzen (n = 62). Nach Klangschalentherapie wurden signifikant (p < 0,001) niedrigere Schmerzlevel, weniger Anspannung, Ärger, Fatigue und depressive Symptome berichtet.
Fazit
Klangschalentherapie ist ein therapeutischer Baustein multimodaler Schmerztherapie und kann sich zielführend in ein multimodales interdisziplinäres Therapieregime einfügen. Dabei stehen im Vordergrund:
- die Verbesserung von Körperwahrnehmung und eine bewusste Aufmerksamkeitslenkung
- ein erleichterter Einstieg in die Entspannungsfähigkeit und Bahnung aktiver Therapieelemente
- der Ausgleich des vegetativen Nervensystems mit Stressreduktion
- eine Verbesserung der Herzfrequenz-Variabilität
- eine Entspannung des erhöhten Muskeltonus
- die Umsetzbarkeit als einzel- und gruppentherapeutische Maßnahme
Ein ansprechendes Setting wirkt therapieunterstützend.
Autor*innen
Johannes Michaelis ist Leitender Oberarzt der Klinik für Manuelle Medizin Hamm. Er ist Facharzt für Anästhesiologie und Innere Medizin mit den Zusatzbezeichnungen Spezielle Schmerztherapie, Manuelle Medizin, Naturheilkunde und Psychotherapie. Seit 2010 arbeitet er an der Klinik für Manuelle Medizin Hamm.
Stefanie Preiß, Studium soziale Gerontologie/Psychologie an der TU Dortmund, Entspannungspädagogin, Klang-, Aroma-, und Hypnotherapeutin mit Leitung von Kursen an der TU Dortmund. Seit 2022 Klangschalentherapeutin an der Klinik für Manuelle Medizin Hamm.
Interessenkonflikt: Die Autor*innen geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
- Kern M. Klangerfahrung als Embodiment: Leiborientierte Ressourcenaktivierung durch vibroakustische Methoden bei Para- und Tetraplegikern (2009). Im Internet:. www.musiktherapie.de/fileadmin/user_upload/medien/pdf/mu_downloads/Diplomarbeit_Kern_Eschen 10.pdf (Stand 28.10.2017)
- Breidenstein S. Präventiv-therapeutische Wirkung der Klangschale: Ein narratives Review. ZKM 2020; 12 (03) 44-51
- Stanhope J, Weinstein P. The human health effects of singing bowls: A systematic review. Complement Ther Med 2020; 51: 102412
- Imbriani C. Le Tibetan Singing Bowls e l’intervento musicoterapeutico. G Ital Med Lav Ergon 2017; 39 (04) 273-277
- Martin-Saavedra JS, Vergara L, Pradilla I. et al. Standardizing music characteristics for the management of pain: A systematic review and meta-analysis of clinical trials. Complement Ther Med 2018; 41: 81-89
- Wepner F, Hahne J, Teichmann A. et al. Quarzklangschalentherapie bei Wirbelsäulenbeschwerden und chronobiologische Vorgänge – Eine randomisierte, kontrollierte Studie. Forsch Komplementmed 2008; 15 (03) 130-137
- Goldsby TL, Goldsby ME, McWalters M. et al. Effects of singing bowl sound meditation on mood, tension, and well-being: An observational study. J Evid Based Complementary Altern Med 2017; 22 (03) 401-406



